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Gemeinsamer Start ins neue Jahr für deutsche Landräte und niederländische dijkgraven

Gemeinsam auf in ein neues Jahr(zehnt) – das war der Tenor bei einem Treffen von drei deutschen Landräten und zwei niederländischen dijkgraven am vergangenen Freitag, den 24. Januar in Gronau. Die Spitzen der niederländischen Wasserbehörden Waterschap Vechtstromen und Rijn en IJssel und der deutschen Kreise Borken, Steinfurt und Landkreis Grafschaft Bentheim trafen sich, um aktuelle Themen und Herausforderungen in der Wasserwirtschaft zu diskutieren. Initiiert wurde das Treffen durch die Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW), welche sich seit 2012 für die regionale Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft einsetzt.

Mit viel Zufriedenheit blickten die Anwesenden auf die gemeinsame Arbeit an den regionalen grenzüberschreitenden Gewässern, wie etwa Berkel und Dinkel, in den vergangenen Jahren zurück. Laut den Teilnehmern hat sich dabei das Konzept der inhaltlichen Zusammenarbeit der einzelnen Behörden unter Beteiligung eines deutsch-niederländischen Koordinierungsbüros mit Sitz in Gronau bewährt. Erfolgreiche Meilensteine sind dabei insbesondere zwei große grenzüberschreitende INTERREG Projekte: LIVING-Vecht-Dinkel und Wasserrobuste Städte. Aber auch verschiedene große Konferenzen, zuletzt eine Veranstaltung zum Thema Klimafolgenanpassung im November 2019 in Bocholt, fanden positiv Erwähnung. Angesichts solcher Ergebnisse zeigten sich alle Teilnehmer zufrieden darüber, dass die formelle Verlängerung zur Zusammenarbeit innerhalb der Plattform für den Zeitraum 2020 bis 2023 gelungen ist. Besonders begrüßt wurde dabei der Zutritt des Kreises Steinfurt für die neue Kooperationsdauer. Der Kreis hatte in den vergangenen Jahren schon informell an den Treffen und der Arbeit der Plattform teilgenommen.

Erstmalig wurde während der Sitzung ein gemeinsam veröffentlichter Newsletter präsentiert, in welchem über die Zusammenarbeit im Flusseinzugebiet von Vechte, Dinkel, Berkel und Issel berichtet wird. Der Newsletter trägt den passenden Namen "Wasser ohne Grenzen".

Das Treffen wurde auch genutzt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Gemeinsam legte man die inhaltlichen Schwerpunkte für die zukünftige Zusammenarbeit fest. Dazu gehören unteranderem: Klimafolgenanpassung, Bekämpfung von Bisamratten und Nutrias, Hochwassersicherheit. So wird im März eine deutsch-niederländische Hochwasserschutzübung stattfinden, in der der Notfall geübt werden soll.