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Martin Bühs von der Feuerwehr Bocholt erhält Einblick im MST in Enschede

Martin Bühs von der Feuerwehr Bocholt erhält Einblicke beim Medisch Spectrum Twente in Enschede

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Bei einem Notfall geht es um jede Sekunde. Dabei ist es wichtig, überlegt, aber gleichzeitig auch schnell zu handeln, um verletzte Personen direkt zur Aufnahme und Behandlung ins Krankenhaus zu bringen. Doch im niederländisch-deutschen Grenzgebiet kann z.B. der grenzübergreifende Rettungsdienst im Notfall eine Herausforderung sein. Das sieht auch Martin Bühs, Oberbrandmeister und Notfallsanitäter bei der Feuerwehr Bocholt, so. Ende März hospitierte er eine Woche in der Notaufnahme des Enscheder Krankenhauses Medisch Spectrum Twente (MST).

Dass die Sprache nicht die größte Barriere für die gemeinsame Arbeit ist, wird klar, als ich die Notaufnahme des Krankenhauses betrete. Martin Bühs unterhält sich mit seinen Kollegen dort auf Deutsch, sie antworten auf Niederländisch. Ganz selbstverständlich und für beide Seiten verständlich. „Nur bei Fachbegriffen muss ich manchmal nachfragen“, meint er. Die Arbeit an sich unterscheide sich aber nicht sehr. Der größte Unterschied seien die standardisierten Abläufe bei den Niederländern, die er als strukturierter und patientenfreundlicher empfindet.

Es sei auf jeden Fall interessant zu sehen, was die Nachbarn auf der anderen Seite machen, so Bühs. Man kenne ja so nur die deutsche Seite. Und auch Chancen sieht er durch seine Erfahrung im niederländischen Krankenhaus. Ein Zusatzgewinn für seine Ausbildung bei der Feuerwehr- und Rettungsakademie Bocholt (FRB), aber auch für das PREpare Projekt, durch das der Kontakt zum Krankenhaus in Enschede entstanden ist. So kann die Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut werden, wenn ab dem 1. Mai 2017 die ersten Rettungswagen aus dem Kreis Borken über die Grenze nach Dinxperlo und Umgebung (Oost-Achterhoek) fahren. Man lernt sich besser kennen und weiß, was die Patienten auf der anderen Seite erwartet: dass sie in guten Händen sind und schnell behandelt werden.

„Ich sehe den Fortschritt. Wir sind auf einem guten Weg!“, resümiert Martin Bühs. Es war nicht nur ein Austausch von Wissen und Ideen, sondern es sind auch persönliche Kontakte entstanden. Grenzenlose Zusammenarbeit eben.

Von Sebastian Mers