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Infrastruktur und Verkehr – abgeschlossene Projekte

In der Region wurden und werden seit 2016 – mit Unterstützung der kooperierenden Partner sowie der EUREGIO – mehrere Projekte im Bereich Verkehr durchgeführt. Hierbei handelt es sich um die Projekte „EUREGIO Güterkorridor“, „EUREGIO SchienenRegion“, “Erreichbarkeit aus der Luft” und “EUREGIORail”.

Erreichbarkeit aus der Luft

Die internationale Erreichbarkeit im Personenverkehr ist für die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Wirtschaftskraft der EUREGIO von großer Bedeutung. Denn bei fortschreitender Globalisierung und wachsenden Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung wird die internationale Erreichbarkeit zu einem schlagkräftigen Standortfaktor für Unternehmen sowie zu einem wesentlichen Kriterium zur Bemessung des Attraktivitätsgrads der Grenzregion als Wohnstandort und Lebensmittelpunkt.

Vor diesem Hintergrund wurde mit Hilfe einer umfangreichen Untersuchung  neues Wissen zur Erreichbarkeit der EUREGIO aus der Luft generiert. Die Untersuchung dient dem Schließen von grenzübergreifenden Datenlücken; einerseits zu den auf den Luftverkehr bezogenen Mobilitätsbedürfnissen der Wirtschaft und der Einwohner in der EUREGIO, andererseits zur aktuellen und zukünftigen Situation der externen und internen Erreichbarkeit per Luft inner- und außerhalb der Region. Behörden und andere Akteure profitieren von den gewonnenen Informationen und können somit ihre Politik besser aufeinander abstimmen und ihre Mittel effektiver nutzen. Die Zusammenarbeit und eine gemeinsame grenzüberschreitende Positionierung soll dadurch gestärkt und vereinfacht werden. Bisherige rein nationale Untersuchungen auf gröberer Maßstabsebene wurden ergänzt durch eine maßgeschneiderte Untersuchung für das EUREGIO-Gebiet.

Inhaltlich beschäftigte sich die Untersuchung sowohl mit den auf den Luftverkehr bezogenen Nachfragestrukturen in der EUREGIO (Mobilitätsbedürfnisse) als auch der Erreichbarkeit der relevanten Flughäfen aus der Region heraus über bodengebundene Verkehrsmittel (landseitige bzw. interne Erreichbarkeit) einerseits und mit der Erreichbarkeit der Flughäfen per Luftverkehr (luftseitige bzw. externe Erreichbarkeit) andererseits. Mithilfe einer Status-quo Analyse und der Betrachtung verschiedener Zukunftsszenarien wurden in der Untersuchung Handlungsempfehlungen zur Sicherung und Verbesserung der Erreichbarkeit der Grenzregion aus der Luft, vor dem Hintergrund der festgestellten Bedürfnisse, erarbeitet.

Die ausführlichen Untersuchungsergebnisse sowie eine zusammenfassende Broschüre zu den Projektergebnissen stehen hier zum Download zur Verfügung.

Download

Projektpartner Erreichbarkeit aus der Luft:

  • EUREGIO
  • Provincie Flevoland
  • Provinz Gelderland
  • Provinz Overijssel
  • Regio Twente
  • Regio Achterhoek
  • Gemeente Coevorden
  • Kreis Borken
  • Kreis Steinfurt
  • Kreis Coesfeld
  • Kreis Warendorf
  • Stadt Münster
  • Landkreis Emsland
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Osnabrück
  • Stadt Osnabrück

EUREGIO Güterkorridor

Das in 2017 abgeschlossene Projekt „EUREGIO Güterkorridor“ hatte zum Ziel, die grenzüberschreitende Logistikregion stärker zusammenwachsen zu lassen und vor dem Hintergrund der wachsenden Güterströme und der strategischen Lage auf dem Nord-Süd- sowie dem West-Ost-Korridor den logistischen Sektor zu stärken. Hierzu wurden in fünf Arbeitspaketen die aktuelle sowie die zukünftige Situation des Güterverkehrs untersucht, infrastrukturelle Engpässe und Interoperabilitätshindernisse aufgezeigt, Chancen einer nachhaltigen Logistik entwickelt sowie abschließend die Region durch eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für den EUREGIO-Güterkorridor gestärkt.

Partner von beiden Seiten der Grenze bearbeiteten gemeinsam mit der EUREGIO als Lead Partner die folgenden Arbeitspakete:

  • Untersuchung des logistischen Profils des EUREGIO-Gebiets
  • Untersuchung zur Lage der Verkehrsinfrastruktur im EUREGIO-Gebiet
  • Förderung der grenzüberschreitenden Interoperabilität
  • Entwicklung von Innovationsprojekten zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Transport- und Logistiksektor (“Green corridor”)
  • Entwicklung einer gemeinsamen Strategie

In dem Projekt haben zusammengearbeitet: IHK Osnabrück Emsland Grafschaft Bentheim, IHK Nord Westfalen, Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Stadt Münster, Stadt Osnabrück, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land, Gemeente Enschede, Gemeente Hengelo, Provincie Drenthe, Provincie Flevoland, Provincie Gelderland, Provincie Overijssel, Regio Achterhoek, Regio Twente. “EUREGIO Güterkorridor” wurde im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Weitere Kofinanziers waren die Provinzen Gelderland, Overijssel, Drenthe und Flevoland, die Staatskanzlei des Landes Niedersachsen und das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

EUREGIO SchienenRegion

Das im Sommer 2018 abgeschlossene Projekt „EUREGIO SchienenRegion“ richtete sich auf die Verbesserung der internationalen, grenzüberschreitenden Schienenverbindungen im EUREGIO-Gebiet auf und rund um die Trägerstrecke Amsterdam – Berlin. Die Entwicklung und Verbesserung von Hochgeschwindigkeits-Zugverbindungen werden durch die Europäische Union als wichtig erkannt. Untersucht wurden Maßnahmen, die zur Reisezeitverkürzung, Frequenzerhöhung und Verbesserung der Verlässlichkeit der grenzüberschreitenden Schienenverbindungen auf der Berlinlinie und den grenzüberschreitenden interregionalen Zubringerstrecken beitragen. Die städtischen und ländlichen Gebiete im EUREGIO-Raum sollen möglichst effizient miteinander verbunden werden.

Die teilnehmenden Partner sind für die Weiterentwicklung des Schienennetzes in der Grenzregion verantwortlich und benötigen daher gemeinsame Untersuchungen mit konkreten Vorschlägen für Verbesserungen. Zudem kann mithilfe der Studie die Sichtbarkeit und Bedeutung von grenzüberschreitendem SPNV auf nationaler Ebene dargestellt werden. Die Ergebnisse der Studien wurden den beteiligten Parteien vorgestellt und in die regionalen Gremien eingebracht. Zudem wurden die Möglichkeiten einer Förderung durch das TEN-T-Programm untersucht, da die Amsterdam-Berlin-Verbindung Teil des Nordsee-Baltikum-Korridors innerhalb dieses Programms ist.

Folgende Arbeitspakete wurden bearbeitet:

Bausteine des Hauptkorridors Amsterdam – Berlin

  • Alternativroute in den Niederlanden über die Hanselinie (Almere – Lelystad – Zwolle – Hengelo), sowie die Geschwindigkeitserhöhung auf 160 km/h
  • Infrastrukturelle Verbesserung auf der Verbindung Bad Bentheim – Löhne, sowie die Geschwindigkeitserhöhung auf 160 km/h
  • Einsatz interoperabler (Zweistrom-)Zugsysteme
  • Verbesserungen von Frequenz und Komfort

Bausteine des unterliegenden Schienennetzes

  • Zubringerstrecke Zwolle – Enschede – Gronau – Münster
  • Anschluss Twente – Flughafen Münster/Osnabrück
  • Strecke Emmen – Nordhorn – Rheine

Das Projekt unter Federführung der Provinz Overijssel ist im Januar 2016 gestartet und hatte eine Laufzeit von 23 Monaten. Die weiteren Partner sind: Bentheimer Eisenbahn, IHK Nord Westfalen, IHK Osnabrück Emsland Grafschaft Bentheim, Landkreis Grafschaft Bentheim, Landkreis Osnabrück, Stadt Münster, Stadt Osnabrück, Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM), Provincie Overijssel, Regio Twente, Provincie Drenthe. “EUREGIO SchienenRegion” wurde im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Weitere Kofinanziers waren die Provinzen Gelderland, Overijssel und Drenthe, die Staatskanzlei des Landes Niedersachsen und das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

Beteiligte

Dinand de Jong - Projektleiter Mobilität und Erreichbarkeit