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Startschuss für Interreg-Projekt „Euroregionale Kenniswerkplaatsen“

Die Projektpartner des neuen Interreg VI-Projekts ”Euregionale Kenniswerkplaatsen” luden interessierte Akteure und Schulen in die Grolsch Veste in Enschede ein, um gemeinsam einen Blick auf die kommenden Jahre zu werfen. Nachdem das Projekt bereits vor kurzem vom regionalen Lenkungsausschuss des Interreg-Programms genehmigt wurde, fand am Dienstag, den 29. November, die offizielle Auftaktveranstaltung statt.

Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung und Initiierung von deutsch-niederländischen Wissenswerkstätten. Die Projektpartner beschreiben eine Wissenswerkstatt als eine Begegnungsplattform, auf der Schulen, Lehrer und Schüler, Unternehmen und Wissenseinrichtungen zusammentreffen, um gemeinsam Innovationen zu teilen, zu fördern und zu erarbeiten. Dabei geht es darum, die Ausbildung im Interreg-Programmgebiet so zu bereichern und auf die Anforderungen des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes abzustimmen, dass die Absolventen nach Abschluss der Ausbildung sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland arbeiten können. Das Projekt zielt ab auf Schüler, die eine Berufsausbildung absolvieren, u. a. am ROC van Twente, Graafschap College, Alfa College und BK Bocholt-West. Diese Schulen sind zwar Projektpartner, aber es gibt auch einen offenen Teil des Projekts, bei dem die Teilnahme anderer Schulen erwünscht ist und auch angeregt wird. Während der Veranstaltung wurde dies auch mit den anwesenden Schulen kommuniziert, die noch nicht direkt an dem Projekt beteiligt sind.

Im Verlauf des Projekts werden die Auszubildenden mit den Möglichkeiten des Nachbarlandes vertraut gemacht und sich euregionale Kompetenzen, wie die unterschiedliche Geschäftskultur und die Fremdsprache, aneignen können. Vorgesehen sind u.a. die Organisation von Schüleraustauschen und die gemeinsame Entwicklung von Arbeitsaufträgen für deutsche und niederländische Auszubildende durch Berufsschulen und Unternehmen. Darin finden sich verschiedene aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Technik, Bauwesen, Gastronomie und Sozialwesen wieder. Die Unternehmen liefern Input für die Entwicklung euregionaler Kompetenzen und begleiten die Auszubildenden bei der Durchführung von Arbeitsaufträgen. Ihnen kommt eine wichtige Rolle zu, da die Wissenswerkstätten darauf abzielen, auf die aktuellen Bedürfnisse des euroregionalen Arbeitsmarktes einzugehen. Die Gesamtkosten für dieses Bildungsprojekt belaufen sich auf insgesamt 1.999.142 €, wovon ca. 70 % aus EU-und nationalen Mitteln finanziert werden. Die Projektpartner übernehmen einen Eigenanteil von ca. 30 %. Das Projekt endet im Herbst 2026.

Mit einer Führung durch das Fußballstadion des FC Twente ging dieser informative Nachmittag zu Ende und es blieb noch Zeit zum Verweilen und gemeinsamen Ideenaustausch. Für das neue Jahr rechnet man mit der Belebung der ersten Wissenswerkstätten.