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Der EUREGIO-Rat hat im Kreis Coesfeld getagt

Aktuell im Fokus: Das Euregionale Netzwerk Arbeitsmigranten

Gronau/Enschede/Coesfeld, 5. Dezember 2023 – Der EUREGIO-Rat des deutsch-niederländischen Kommunalverbands kommt dreimal im Jahr in einer deutschen oder niederländischen Mitgliedskommune zusammen. Am Freitag, den 1. Dezember hat der EUREGIO-Rat im Kreishaus in Coesfeld getagt.

Projektleiter Tjeu Semmekrot stellte in der Sitzung des EUREGIO-Rates das neue Interreg-Projekt „Euregionales Netzwerk Arbeitsmigranten“ vor. Der EUREGIO-Rat begrüßte diese wichtige Initiative. Das Euregionale Netzwerk Arbeitsmigranten zielt darauf ab, die Bekämpfung der Ausbeutung von Arbeitsmigranten in der EUREGIO unter anderem durch die grenzüberschreitende Vernetzung der zuständigen Stellen voranzubringen. Die EUREGIO ist der federführende Projektpartner und koordiniert die Projektaktivitäten. Die Gemeinde Enschede, die Gemeinde Oost Gelre und der Kreis Borken sind Partner in diesem Projekt.

EUREGIO-Geschäftsführer Christoph Almering erläutert die Sachlage: „Entlang der Grenze werden Arbeitsmigranten regelmäßig von niederländischen Unternehmen beschäftigt, sind aber in Deutschland untergebracht. Solche Konstellationen erschweren es den für die Kontrolle und Überwachung zuständigen Stellen, gegen Leiharbeitsfirmen vorzugehen, die sich der Ausbeutung schuldig machen.“

Neubesetzungen
Der EUREGIO-Rat hat in seiner Sitzung Franz-Ludwig Blömker aus Warendorf zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des EUREGIO-Ausschusses „Mozer – Gesellschaftliche Entwicklung“ gewählt. Er tritt die Nachfolge von Susanne van den Beukel (Gemeinde Hengelo) an.

Außerdem teilte die SPD-PvdA-Fraktion im EUREGIO-Rat mit, dass Nicolien Boekhoudt (Gemeinde Hengelo) in Nachfolge von Bürgermeisterin Annette Bronsvoort (Gemeinde Oost Gelre) fortan das Amt der Fraktionsvorsitzenden übernimmt.

Nachhaltige Raumentwicklung
Aus der Fraktion ohne Grenzen im EUREGIO-Rat kam der Aufruf, bei Themen aus dem Bereich der nachhaltigen Raumentwicklung, konkret festgemacht am Beispiel von Planungen zum Bau von Windkraftanlagen entlang der Grenze, stärker als bisher den rechtzeitigen Austausch und die Kommunikation mit den Anrainern auf der anderen Seite der Grenze zu suchen. Genau wie Infrastrukturplanung solle auch Raumplanung nicht an der Grenze aufhören, da die Umsetzung häufig auch Auswirkungen für die Bewohner jenseits der Grenze habe.

Joost van Oostrum (rechts), stellvertretender Vorsitzender des EUREGIO-Rates, gratuliert Franz-Ludwig Blömker (links) zu seiner Wahl zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des EUREGIO-Ausschusses „Mozer – Gesellschaftliche Entwicklung“.

Bilder: © EUREGIO