Über den Tellerrand schauen
Im Rahmen von Schulpartnerschaften stehen Schulen in einem kontinuierlichen und strukturierten Austausch miteinander. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass pädagogische Fachkräfte häufig noch über begrenzte Kenntnisse des Schulsystems im Nachbarland sowie über den institutionellen und kulturellen Kontext verfügen, in dem die Partnerschule arbeitet. Gleichzeitig besteht bei Lehrkräften ein ausgeprägtes Interesse an der professionellen Identität von Kolleginnen und Kollegen jenseits der Grenze: Wie wird der Lehrerberuf dort ausgeübt, und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich feststellen?
Dabei geht es nicht ausschließlich um inhaltliche Aspekte wie den curricularen Aufbau oder die Fachdidaktik, sondern auch um praxisnahe und kontextbezogene Fragestellungen, unter anderem:
- Unterschiede im Schulsystem (z. B. nationale Bildungsstandards versus schulische Autonomie und Leistungsbewertung);
- Schulkultur und physische Lernumgebung (z. B. Gestaltung des Schulgebäudes, Struktur des Schultages, Rolle der Eltern);
- Unterschiede in pädagogischen Ansätzen, einschließlich Klassenführung;
- Unterschiede in didaktischen Vorgehensweisen, etwa beim Einsatz digitaler Medien und Unterrichtsmethoden;
- aktuelle bildungsbezogene Themen wie Lehrkräftemangel, Arbeitsbelastung, Mehrsprachigkeit und Chancengerechtigkeit.

Abbildung: In Anlehnung an Thijs, A. & Van den Akker, J. (2009). Curriculum in Entwicklung. Stichting Leerplanontwikkeling. Quelle: Stichting Leerplanontwikkeling. Mehr Informationen finden Sie auch hier (NL).
Lernziele und Ergebnisse (Mehrwert)
Nach Abschluss dieser Aktivität haben die Teilnehmenden:
- fundierte Kenntnisse über das Schulsystem im Nachbarland erworben;
- die Partnerschule vertieft kennengelernt, insbesondere im Hinblick auf Schulkultur, didaktische Konzepte und pädagogische Ansätze (optional unter Nutzung des curricularen Spinnennetzes als Analyse- und Reflexionsinstrument);
- ein differenziertes Bild aktueller bildungspolitischer und schulischer Themen im Nachbarland gewonnen.
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Mehr InformationenAngebot – Aktivitäten
Die Teilnehmenden hospitieren für einen Tag an der Partnerschule. Hierzu treffen sie individuelle Absprachen mit Kolleginnen und Kollegen der aufnehmenden Schule. Mögliche Aktivitäten sind unter anderem:
- Hospitationen im Unterricht;
- informelle Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, z. B. während der Pausen;
- eine Führung durch die Schule;
- gegebenenfalls die Teilnahme an AG Aktivitäten.
Zielgruppe
Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe, die an Schulen tätig sind, welche an einer EDL-Schulpartnerschaft teilnehmen. Es ist ausdrücklich nicht auf Lehrkräfte für Niederländisch oder Deutsch beschränkt.
(Mögliche) Umsetzung – Erwartungen
Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie:
- eine Schule im Nachbarland besuchen;
- einen kurzen visuellen Erfahrungsbericht (Foto und/oder Video) erstellen, wobei das curriculare Spinnennetz optional als Reflexionsmodell eingesetzt werden kann;
- ihre gewonnenen Erfahrungen und Lernergebnisse an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.
Teilnahmebedingungen
Diese Initiative wird als Pilotprojekt innerhalb von EDL-Partnerschulen umgesetzt. Für deutsche Schulen gilt, dass sich die Lehrkräfte die Genehmigung über die Schulleitung einholen müssen.
Im Zusammenhang mit dem Hospitationstag entstehende Kosten, wie Reise- und Verpflegungskosten, können im Rahmen der EDL-Schulpartnerschaft abgerechnet werden.
Beobachtungsleitfaden
Für den Schulbesuch wurde auf Basis der Elemente des Spinnennetzmodells ein Beobachtungsleitfaden entwickelt. Der Leitfaden enthält Fragen, die Lehrkräfte während des Besuchs ihren Kolleginnen und Kollegen im Nachbarland stellen können. Da der Beobachtungsleitfaden neben praktischen auch reflektierende Fragen umfasst, kann ein umfassendes Bild der besuchten Schule entstehen. So gibt der Leitfaden dem Besuch inhaltlich eine klare Richtung. Natürlich bleibt auch Raum für eigene Fragen und Gesprächsthemen.
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