Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, Europas nationale Verkehrsnetze durch transkontinentale Korridore zu einer kohärenten, effizienten, multimodalen und hochwertigen Verkehrsinfrastruktur in der gesamten EU auszubauen: dem TEN-V-Netz.
Bisher lag der Schwerpunkt auf den großen internationalen Verkehrsachsen, doch seit einiger Zeit werden auch die Pläne für städtische Knotenpunkte im TEN-V-Netz konkreter. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern auf dem TEN-V-Netz werden von der Europäischen Kommission per Verordnung als städtische Knotenpunkte (Urban Nodes) ausgewiesen.
Dieser Urban Node-Status bringt die formale Verpflichtung mit sich, einen Plan für nachhaltige städtische Mobilität zu entwickeln: einen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP). Innerhalb des EUREGIO-Gebiets haben Münster, Osnabrück und Enschede den Urban Node-Status.
Die MONT-Städte haben dies als gemeinsame Herausforderung erkannt und sich bewusst dazu entschlossen, nicht nur die Städte und ihr Umland, sondern auch die Perspektive des grenzüberschreitenden Verkehrs in die Entwicklung der SUMPs einzubeziehen.
Deshalb wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um Perspektiven für eine zukunftsorientierte nachhaltige Mobilität von Personen und Gütern in der Grenzregion aufzuzeigen. Mit der Machbarkeitsstudie wurden die strategische Ansätze zur nachhaltigen Mobilität der MONT-Städte abgeglichen und wurden Chancen und Synergien, die eine Kooperation bieten würde, identifiziert.
Damit diese Potenziale genutzt werden können, ist eine koordinierte und kontinuierliche Zusammenarbeit der Verkehrsabteilungen der drei Städte notwendig. Zugleich müssen die Städte eng mit der EU-Politik zu Urban Nodes und dem TEN-V-Netz verbunden bleiben, die sich stetig weiterentwickelt .
Zu dem Ziel haben die MONT-Städte eine Koordinierungsstelle bei der EUREGIO-Geschäftsstelle eingerichtet, die gleichzeitig die nachhaltigen Mobilitätsstrategien der MONT-Städte verbindet und die europäische TEN-V-Politik berücksichtigt.
Projektinformationen
Die EUREGIO koordiniert das Projekt MONT Mobility, das 1. Oktober 2025 bis zum 30. September 2027 läuft. Es ist Teil der Interreg-Förderpriorität „Ein Europa näher an den Bürgerinnen und Bürgern im Grenzgebiet“.
Zu den Partnern gehören die Gemeinden Almelo, Enschede, Hengelo und Zwolle, die Provinz Overijssel, die Städte Münster und Osnabrück, die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GmbH sowie der Zweckverband Mobilität Münsterland.
Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt und zusätzlich durch Beiträge der Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der Provinz Overijssel, der EUREGIO sowie der beteiligten Städte und Gemeinden kofinanziert.
Mit MONT Mobility gehen die Partner einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, intelligenten und grenzüberschreitend vernetzten Mobilitätsregion.

Fahrradstraße © Stadt Münster / Michael Möller