Euregio jederzeit:

Schriftgrad
  • Vergrössern
  • Verkleinern
  • Normal

Aktuelle Grösse: 75%

Symposium über Nachbarschaft bei "Glasrijk Tubbergen"

Am Freitag, den 05. Oktober 2018, fand bei „Glasrijk Tubbergen“ ein Symposium zum Thema Nachbarschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden statt. Anlass war das 60-jährige Bestehen der EUREGIO, das ausgezeichnet passte zum Jahresthema 2018 von ‚Glasrijk Tubbergen‘: „Glas van de buren – noabers – Nachbarn“. Bei diesem internationalen Glaskunstfestival stellen jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler ihre Kunstobjekte aus Glas an verschiedenen Standorten in ganz Tubbergen aus.

An dem Symposium nahmen rund 50 Teilnehmer teil. Eingeleitet wurde die Veranstaltung am Freitagnachmittag durch die Schülerin Emily, die in ihrem selbstgeschrieben Text einen Vergleich anstellte zwischen Schule und Alltag in Deutschland und den Niederlanden. Besonders authentisch machte ihren Beitrag die Tatsache, dass sie selbst bereits in beiden Ländern gewohnt hat.

Anschließend folgte ein Impulsvortrag des Gastredners Prof. Dr. Jacco Pekelder von der Universität Utrecht. Er thematisierte anschaulich die deutsch-niederländische Vergangenheit und ging hierbei sowohl auf Aspekte wie die wirtschaftliche Stärke nach der Besatzungszeit ein, als auch auf die Stimmung in den Niederlanden nach dem EM-Finale 1988 ein. Dabei schlug er die Brücke zum aktuellen deutsch-niederländischen Verhältnis. Auch betonte Prof. Pekelder, dass es notwendig sei, dass die Zusammenarbeit beider Länder auf unterschiedlichsten Ebenen weiter zunimmt.

Nach Jacco Pekelders Vortrag folgte ein Gespräch mit zwei Grenzgängern, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten. Eine deutsche Grenzgängerin, die heute in den Niederlanden wohnt, erklärte, dass ihrer Meinung nach der Spracherwerb zentral stehe bei der Integration im Nachbarland. Sie empfinde das Leben im Nachbarland als sehr positiv, da sie so das Beste aus beiden Kulturen miteinander verbinden könne. Auch halte sie es für äußerst wichtig, das Interesse am jeweiligen Nachbarland und dessen Sprache vor allem bei jungen Menschen zu wecken. Der zweite anwesende Grenzgänger ist Niederländer und arbeitet in Deutschland. Er thematisierte neben vielen positiven Eindrücken das Problem der Bürokratie, da er diese oft als sehr kompliziert empfinde. Insgesamt erfahre er es als große Bereicherung, im Nachbarland zu arbeiten, so lautete sein Fazit.

Zum Abschluss folgte eine kurze Führung über Teile der Glaskunst-Ausstellung sowie ein gemeinsamer Umtrunk, bei dem niederländische und deutsche Besucher ungezwungen miteinander ins Gespräch kamen.