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Reisen jetzt auch ohne triftigen Grund wieder möglich

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© Weber PR, Gronau

Am gestrigen Montagvormittag, pünktlich um 11 Uhr zur traditionellen Bürgermeisterstunde, hatten sie gemeinsam etwas zu feiern. Für Gronaus Bürgermeister Rainer Doetkotte  konnte es überdies für die kurze Radwanderung an diesem Tag kein besseres Ziel als diesen historischen Drilandstein an der Grenze zwischen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden geben.

Nach Monaten einschneidender Veränderungen durch die Corona-Krise mit massiven Auswirkungen auf den Tourismus, dem Besuch attraktiver Tagesziele im grenznahen Raum, Begrenzungen bei Verwandtenbesuchen und  erschwerten Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer wie für Unternehmer  unterstrichen  die Vertreter ihrer Kommunen, dass das Reisen über die deutsch-niederländische Grenze hinweg mit dem Wegfall von  Einschränkungen jetzt deutlich problemloser wird. „Das Reisen ist jetzt auch ohne triftigen Grund wieder möglich“, verkündeten sie  vor den Mikrophonen des Norddeutschen Rundfunks, des niederländischen Senders Radio Oost und vielen weiteren Pressevertretern voller Freude. „Mit der äußeren Freiheit, erhalten die Menschen auch wieder ein Stück ihrer inneren Freiheit zurück“, ist Rainer Doetkotte überzeugt. „Dieses unüberhörbare „Go!“ gibt schließlich auch Sicherheit im kleinen wie im großen Grenzverkehr.“ Lossers Bürgermeisterin Cia Kroon wird nun wieder bedenkenlos mit ihrem Hund auf grenznahen Spaziergängen auch Abstecher nach  Deutschland machen, wie sie sagt – und das mit gebotenem Abstand und Mund-und Nasenschutz, wo er dringend angezeigt bleibt.

„Wenn die Infektionen nicht ansteigen, sind wir auf einem guten Weg, unsere Kontakte wieder zu erweitern“,  sagte Rob Welten, Präsident des EUREGIO- Kommunalverbandes und einer der Gäste bei der montäglichen Feierstunde, der die Corona-Krise als größte Krise seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bewertete.

Bürgermeister Doetkotte erinnerte noch einmal daran, dass es zwar Reisewarnungen, aber keine Grenzschließungen gegeben hatte. „Wir waren alle sehr diszipliniert“, lobte er die deutschen und niederländischen Verbraucher, die in der Corona-Krise nicht wie sonst  in guter Gewohnheit auf der anderen Grenzseite shoppen gingen, sondern dort einkauften, wo sie zuhause waren. „Jetzt kann der tägliche Weg über die Grenze wieder normaler werden“, freute er sich. „Geschlossene Grenzen passen überdies gar nicht zu uns“, meinte Dr. Volker Pannen, der sich mit seinen Amtskollegen aus Losser und Gronau in den vergangenen Wochen „immer donnerstags am Telefon getroffen hatte“, um die aktuellen Corona-Entwicklungen zu reflektieren und Formen der Zusammenarbeit auch unter erschwerten Bedingungen zu besprechen.

EUREGIO-Präsident Rob Welten bedankte sich für das langjährige Vertrauen, dass Unternehmen und Arbeitgeber  in der Region seit Jahren in die Arbeit des Kommunalverbandes setzen. Der Erfolg von Zusammenarbeit zeige sich erst in der Krise, waren sich Gronaus Bürgermeister Doetkotte und Welten einig. „Gerade in der Krise müssen wir überstaatlich denken und handeln“, sagte EUREGIO-Geschäftsführer Christoph Almering.

Und Bürgermeister Rainer Doetkotte meinte zum Schluss der Feierstunde: „Wo, wenn nicht am historischen Drilandstein, ließe sich besser feiern, was Menschen über Grenzen hinweg miteinander verbindet.“ 

Quelle: Stadt Gronau