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Jugendliche in der EUREGIO treten an zum Youth Battle

Am 8. November organisierte die EUREGIO den ersten grenzüberschreitenden Youth Battle in Ahaus: einen Wettbewerb mit niederländischen und deutschen Jugendlichen zur Stärkung der grenzüberschreitenden Kontakte und Zusammenarbeit. Die Teilnehmer im Alter von dreizehn bis Mitte zwanzig, konnten so ihre Ideen für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Region präsentieren. Sie traten in gemischten deutsch-niederländischen Gruppen an, um den begehrten Preis zu gewinnen, die Umsetzung der Gewinneridee mit der EUREGIO mit einem Budget von €5000.

Nach einem Workshop, bei dem intensiv gebrainstormt wurde, präsentierten am Ende des Tages sechs Gruppen ihre Ideen einer breit gefächerten Jury, die die unterschiedlichen Interessen der Region vertrat. Die Jury setzte sich zusammen aus der Bürgermeisterin von Oost Gelre Annette Bronsvoort, dem stellvertretenden Geschäftsführer der EUREGIO Tom Lamers, der Unternehmerin Lisanne Halleriet aus dem Achterhoek, dem Theatermacher Jozef Kamphuis, dem Chefredakteur von Radio WMW Lennart Thies und der Direktorin der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen Antje Valentin. Sina Kuipers führte als Moderatorin durch die Veranstaltung.

Verbindung über das Internet

Die Ideen, mit denen die Jugendlichen auf die Bühne kamen, waren sehr unterschiedlich. So entstand in einer Gruppe die Idee einer Nachbarapp, mit der Niederländer und Deutsche auf beiden Seiten der Grenze miteinander in Kontakt kommen können. Eine andere Gruppe hatte die Idee einer Website mit usergenerated content zu bauen, über die niederländische und deutsche Nutzer aktiv ihre eigenen Ideen von interessanten Aktivitäten im Grenzgebiet teilen, so dass die verborgenen Perlen der Region über die Grenzen hinweg bekannter werden.

Eine dritte Gruppe entschied sich für einen anderen Ansatz mit einer Website, die sich mit dem Problem der Umweltverschmutzung in der Grenzregion befasst. Unter dem Motto "Die Umwelt kennt keine Grenzen" wollen sie Umweltschutz und Abfallvermeidung fördern und belohnen. Ebenso kreativ war das vierte Team, das die Idee einer Textilroute präsentierte: eine App mit pädagogischer Ausrichtung, die Geh-, Rad- oder Fahrrouten beinhaltet, die den Reisenden im Grenzgebiet an relevante Orte für die Textilindustrie führt, die die Region historisch verflechten.

Musikalisch

Im Gegensatz zu den vorherigen Gruppen hatten nicht alle Jugendlichen eine digitale Vision für die Vernetzung der Region. Die jüngste Gruppe versuchte, die Jury mit einer musikalischen Demonstration zu überzeugen, mit der die Sängerinnen und Sänger den Wert eines niederländisch-deutschen Jugendchores in der Region überzeugend vermitteln konnten. Am Ende konnte trotz der überzeugenden Pitches aller Teilnehmer nur eine Gruppe gewinnen. Die Gruppe, die als Gewinner hervorging, überzeugte die Jury mit ihrer Idee einer sogenannten "Grensz-Tafel" überzeugen. Mit der Aussage "Die Grenze schließt sich wieder" war das Interesse der Jury sofort geweckt. Die Grenze wird also geschlossen, sie wird nämlich mit einem langen Tisch versperrt. Dieser Tisch dient dann als Esstisch für ein grenzüberschreitendes gastronomisches Festival mit Live-Musik und kulturellen Aktivitäten, um Menschen aus der Grenzregion zusammenzubringen. Die Jury lobte insbesondere die Machbarkeit und die Anziehungskraft dieser Idee.

Positive Reaktion

Kurzum, die erste Ausgabe des EUREGIO Youth Battle war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung hat deutlich gezeigt, dass grenzüberschreitender Kontakt und Zusammenarbeit unter jungen Menschen lebt: Die Beteiligung der Teilnehmer an der Veranstaltung war bewundernswert. Dieses Engagement spiegelte sich auch in den Reaktionen der Jugendlichen wider, wie eine Teilnehmerin aus den Niederlanden bemerkte: "Ich finde die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen in den Niederlanden und Deutschland sehr interessant, weil wir direkt an der Grenze leben, aber nicht wirklich viel zusammen tun. Ich denke wirklich, dass es sehr wichtig ist, dass wir mehr Kontakt und mehr Zusammenarbeit haben, weil wir so eng zusammenleben.“

Diesen positiven Eindruck teilte auch der Präsident der EUREGIO Rob Welten: "Ich finde es innovativ, dass wir die jüngere Generation direkt ansprechen. Ich würde es schön finden, wenn die Jugendlichen sich dadurch für die Themen interessieren, die in der EUREGIO eine Rolle spielen. Umgekehrt ist es wichtig, dass wir darauf schauen, was die Jugend beschäftigt, so dass wir daraus lernen können. Also geht es in beide Richtungen.“

Vergessen Sie nicht für die Reaktionen sich das Video anzuschauen!

Obwohl nicht jede Gruppe den Preis gewinnen konnte, werden alle Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten ernsthaft geprüft. Es wird bestimmt auch neue Gewinnmöglichkeiten geben. Der Youth Battle wird sicherlich nach dieser erfolgreichen Erstauflage fortgesetzt.