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EUREGIO-Forum beleuchtete Chancen grenzübergreifender Zusammenarbeit bei „Länderübergreifendem Gesundheitsgipfel“

Gesundheitsregion EUREGIO e. V. organisierte gemeinsam mit der DAK Gesundheitsgipfel zu Innovation und Digitalisierung im Gesundheitswesen

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© EUREGIO

Anlässlich des „Länderübergreifenden Gesundheitsgipfels“, zu dem die Gesundheitsregion EUREGIO e.V. gemeinsam mit der DAK-Gesundheit eingeladen hatten, kamen am 1. Oktober im NINO-Hochbau in Nordhorn Vertreter aus dem Gesundheitsbereich und andere Interessierte zusammen. An diesem Tag, der gleichzeitig als offizieller Start des Regionalen Pflegekompentenzzentrums (ReKo) galt, lag der Fokus auf den Themen Innovation und Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Eröffnungsrede des Bundesministers für Gesundheit, Jens Spahn, mit anschließender Diskussion. In einer weiteren Gesprächsrunde diskutierten die Gesundheitsexperten der Bundestagsfraktionen den Reformbedarf in der Pflege. Abgerundet wurde der Tag durch Fachforen und eine Begleitmesse.

Digitalisierung und Innovation in der Gesundheitswirtschaft

In diesem Rahmen organisierte die EUREGIO eines der thematischen Foren. Um 14.30 Uhr ging es dabei um das Thema „Digitalisierung und Innovation in der Gesundheitswirtschaft im Grenzgebiet“. Bei dem EUREGIO-Forum stellten sich grenzübergreifende Initiativen vor. Christoph Almering, Geschäftsführer des EUREGIO Zweckverbands, hielt eingangs einen Impulsvortrag zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Anschließend präsentierte das Team von Priv.-Doz. Dr. Matthias Freise (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) die Ergebnisse einer Studie zu „Möglichkeiten und Grenzen der Gesundheitskooperation in der EUREGIO“ vor. Auch stellten Dr. Vincent Hofbauer (Uniklinikum Münster) und Andreas Fiebig (InterMedCon) das deutsch-niederländische INTERREG-Projekt SMOVE vor. Ziel von SMOVE ist die Entwicklung eines intelligenten Geräts zur klinisch validierten Bewegungsbewertung, -diagnose und –überwachung, das im häuslichen Umfeld eingesetzt werden kann.

Mehrwert grenzübergreifender Initiativen

Der Geschäftsführer der EUREGIO, Christoph Almering, erklärte den Mehrwert von Initiativen, die gemeinsam mit Partnern aus dem Nachbarland verwirklicht werden: „Zahlreiche INTERREG-Projekte haben schon gezeigt, dass sich grenzübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich lohnt. Einige gute Beispiele werden auf dem Gesundheitsgipfel vorgestellt, wie die deutsch-niederländischen Projekte SMOVE oder auch EurHealth-1Health und health-i-care unter Federführung der Universität Groningen.“ Er fügte hinzu: „Diese Liste könnte man fortführen, zum Beispiel mit dem erfolgreichen PREpare-Projekt, das inzwischen abgeschlossen ist, dessen Ansatz nach Ende der INTERREG-Förderung aber weiterentwickelt wird. Dabei geht es darum, Rettungseinsätze möglich zu machen, bei denen auch ein Krankenhaus im Nachbarland angefahren werden kann, wenn das Zeit spart und möglicherweise Leben rettet. Solche mit EU-Förderung auf den Weg gebrachten Gesundheitsprojekte kommen ganz unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern im Grenzgebiet zugute.“

Regionales Pflegekompetenzzentrum

Thomas Nerlinger, Geschäftsführer der Gesundheitsregion EUREGIO e. V. und Initiator und Mitveranstalter des Länderübergreifenden Gesundheitsgipfels, freute sich, dass am 1. Oktober auch das vierjährige Innovationsfondsprojekt Regionales Pflegekompentenzzentrum (ReKo) gemeinsam mit der DAK Gesundheit und der Universität Osnabrück starten sollte: „Es geht darum, dass wir Potenziale gemeinsam erkennen und Kompetenzen bündeln, gerade im Bereich der Pflege. Landesgrenzen sollten dabei keine Rolle spielen. Die Herausforderungen sind in Deutschland und den Niederlanden ähnlich. Was die unterschiedlichen Pflegesysteme in beiden Ländern angeht, können wir da gerade entlang der Grenze voneinander lernen.“