Lokale Parteien vorne – Gewinne für die FvD – Wahlbeteiligung leicht gestiegen
Am 18. März 2026 haben Millionen Einwohnerinnen und Einwohner von 340 Gemeinden in den Niederlanden bei den Kommunalwahlen ihre Stimmen abgegeben. Sie wählten hierbei die Mitglieder ihrer Gemeinderäte.
Nur die zwei Gemeinden Hilversum und Wijdemeren haben nicht gewählt, da letztere ab 2027 in die Gemeinde Hilversum integriert wird.
Rund 14,3 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,7 Prozent und war damit etwas höher als bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2022, bei denen die Wahlbeteiligung bei 51 Prozent lag.
Ergebnisse der 10 stärksten Parteien (vorläufige Gesamtzahlen)
- Lokale Parteien: ca. 34,2 % – bleiben erfolgreichste Parteien mit Zuwachs gegenüber 2022 (+2,9%)
- GL-PvdA: ca. 14,6 % – zweitstärkste Partei mit einem leichten Rückgang (-2,2 %)
- VVD: ca. 11,6 % – geringer Zuwachs gegenüber 2022 (+0,1%)
- CDA: ca. 11,2 % – ähnliches Ergebnis wie 2022 (=)
- D66: ca. 9,3 % – leichter Zuwachs (+0,9 %)
- Forum voor Democratie (FvD): ca. 4,1 % – großer Zuwachs im Vergleich zu 2022 (+3 %)
- ChristenUnie: ca. 2,8 % – Verlust gegenüber 2022 (-0,9 %)
- SGP: ca. 2,5 % – geringer Zuwachs (+0,2 %)
- SP: ca. 1,9 % – Verlust gegenüber 2022 (-0,8%)
- Partij voor de Dieren: ca. 1,7 % – geringer Verlust gegenüber 2022 (-0,2%)
Ergebnisse in den größten Gemeinden im EUREGIO-Gebiet
In Almelo sind die CDA sowie die VVD am stärksten mit je fünf Sitzen. Dahinter liegen GL-PvdA und die lokale Partei Lokaal Almelo Samen mit je vier Sitzen. FvD verzeichnet einen großen Zuwachs und ist mit drei Sitzen vertreten. 2022 war es noch ein Sitz. Auch die lokale Partei Democraten.Nu Almelo hat zugelegt und ist mit zwei Sitzen vertreten.
In Enschede ist die lokale Partei Burgerbelangen Enschede sowie GL-PvdA am stärksten mit je acht Sitzen, wobei Burgerbelangen Enschede einen Rückgang gegenüber 2022 verzeichnet. Sowohl CDA und D66 haben zugelegt von je drei Sitzen in 2022 zu je vier Sitzen in diesem Jahr. FvD hat am stärksten zugelegt mit zwei Sitzen mehr als 2022.
In Hengelo ist die lokale Partei Burger Belangen mit sieben Sitzen am stärksten. Dahinter volgen VVD und GL-PvdA mit je fünf Sitzen. FvD hat stark zugelegt mit drei Sitzen im Vergleich zu einem Sitz in 2022.
In Oldenzaal ist die lokale Partei Solidair Oldenzaal mit 7 Sitzen am stärksten und hat damit von 2 auf 7 Sitzen zugelegt. Dahinter folgen CDA und VVD mit je 4 Sitzen. Die lokale Partei WG Oldenzaal verliert 5 Sitze (von 9 auf 4 Sitze).
In Doetinchem kommen GL-PvdA und GemeenteBelangen Doetinchem am stärksten aus der Wahl mit je 6 Sitzen. GemeenteBelangen (von 3 auf 6 Sitze) und FvD (von 1 auf 4 Sitze) haben am stärksten zugelegt. Die CDA geht mit 5 Sitzen aus der Wahl hervor.
In Winterswijk steht Voor Winterswijk mit 6 Plätzen vorne, dahinter schließen SAMEN Winterswijk, D66 und PvdA mit je 3 Sitzen an. SAMEN Winterswijk verzeichnet dabei einen Rückgang von 5 auf 3 Sitze, auch CDA ist mit einem Rückgang von 4 auf 2 Sitzen schwächer geworden.
In Coevorden steht Belangen Buitengebied Coevorden vorne mit 10 Sitzen, gefolgt von VVD und CDA mit je 5 Sitzen. Letztere haben damit beide zugelegt. PvdA und PAC sind im Ergebnis schwächer geworden.
In Hardenberg wurde die neue lokale Partei DOEN’22 mit 10 Sitzen direkt am stärksten. Dahinter kommt die CDA 7 Sitzen (die Partei hat 4 Sitze verloren). FvD hat in Hardenberg stark zugelegt (von 0 auf 4 Sitze). ChristenUnie verliert 3 Sitze (von 7 auf 4 Sitze).
Weitere Informationen zu den Ergebnissen lesen Sie auf: NOS Uitslagen Gemeenteraad 2026
Wichtigste Trends:
- Lokale Parteien weiterhin am erfolgreichsten
- Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2022 gestiegen
- FvD erzielt deutliche Gewinne
(Quelle: NOS)

Foto: Henriëtte Guest, ©Rijksoverheid