Euregios im Austausch mit Botschafter Meyer-Landrut in Den Haag

„Die Herausforderungen der Euregios stehen modellhaft für die Europäische Union.“

Die Euregios im deutsch-niederländischen Grenzraum haben sich am 19. Juni 2026 mit dem deutschen Botschafter in den Niederlanden, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, zu einem Arbeitsgespräch in Den Haag getroffen. Die fünf Euregios haben aktuelle Themen angesprochen, für die sie sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite Aufmerksamkeit fordern:

  1. Klare und faire Regelungen bei Steuern und Sozialleistungen ein, um grenzüberschreitendes Arbeiten (vor allem Homeoffice) sowie den Bezug von Leistungen wie Elterngeld zu erleichtern.
  2. Die Anerkennung von Qualifikationen und stärken Initiativen wie das MOVE-Zertifikat, um die Mobilität von Fachkräften über Grenzen hinweg zu verbessern.
  3. Vertraglich festgelegte Instrumente für den grenzüberschreitenden Informationsaustausch zwischen Polizei, Justiz und Behörden zur effektiven Bekämpfung der organisierten Kriminalität.
  4. Dass Rettungsdienste ohne Verzögerung grenzüberschreitend eingesetzt werden können, damit im Notfall stets die schnellstmögliche Hilfe gewährleistet ist.
  5. Verhältnismäßige Grenzkontrollen, die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig die Freizügigkeit in der Grenzregion bewahren.

Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut: „Die deutsch-niederländischen Grenzregionen sind gemeinsame Lebensräume für Menschen beider Länder. Die Herausforderungen der Euregios sind sinnbildlich für alle EU-Binnengrenzen. Lösungen für die Probleme in den Euregios stehen modellhaft für die Europäische Union.“

Generaldirektor Arne van Hout vom Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm: „Wir sprachen ausführlich über Themen, die für die Einwohner unserer Grenzregionen dringende Herausforderungen darstellen. Wir werden gemeinsam erörtern, wo die konkreten nächsten Schritte liegen.“

EUREGIO-Geschäftsführer Christoph Almering: „Die Gespräche in Den Haag haben wieder gezeigt, wie wichtig es ist, die Herausforderungen für die Bürger in den Grenzregionen auch auf Bundes- und Reichsebene zu kommunizieren. Wir als Euregios sind wirklich dankbar für das offene Ohr in Den Haag und Berlin, denn nur gemeinsam und nur durch ganz konkretes Anpacken werden wir Lösungen für diese Herausforderungen erreichen.“

Anfang dieses Jahres fanden bereits Gespräche mit der niederländischen Botschafterin in Berlin, Hester Somsen, zusammen mit Nikolaus Meyer-Landrut, der deutsch-niederländischen Parlamentariergruppe im Bundestag sowie mit dem Bundesministerium des Innern statt.

Die Euregios bei Botschafter Dr. Nikolaus Meyer-Landrut in Den Haag

V.l.n.r. Tjeu Semmekrot (EUREGIO), Dr. Heidi de Ruiter (Euregio Rhein-Waal), Uta Loesing (Ems Dollart Region), Christoph Almering (EUREGIO), Arne van Hout (ministerie van Binnenlandse Zaken), Botschafter Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, Michael Dejozé (Euregio Maas-Rhein), Andreas Kochs (Euregio Rhein-Waal), Vincent ten Voorde (Ems Dollart Region), Michiel Savelsbergh (euregio rhein-maas-nord).