Die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der fünf Euregios entlang der deutsch-niederländischen und belgischen Grenze waren diese Woche gemeinsam in Berlin, wo sie Arbeitsgespräche beim Bundesministerium des Innern (empfangen durch Dr. Wibke Mosbacher und Ralf Göbel aus der Referatsleitung), mit Mitgliedern der Parlamentariergruppe für die deutsch-niederländische Grenzregion im Bundestag unter Vorsitz von MdB Wilfried Oellers, sowie mit der niederländischen Botschafterin in Berlin, Hester Somsen, und dem deutschen Botschafter in Den Haag, Nikolaus Meyer-Landrut geführt haben.
Gesprächsthemen waren die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Grenzkontrollen, die Bekämpfung grenzübergreifender Kriminalität, die Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen Behörden, Elterngeld- und Elternzeitregelungen für Grenzgänger. Zudem wiesen die Geschäftsführer auf den Bedarf einer praxisnahen Homeoffice-Regelung für Grenzpendler hin.
Darüber hinaus wurden Themen wie die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und im Katastrophenschutz, grenzüberschreitende Mobilität und Energie, der neue mehrjährige Finanzrahmen der Europäischen Union und dessen Auswirkungen auf das Interreg-Programm sowie die Initiative Bridge-for-EU angesprochen.
Beide Botschafter versicherten, die Positionen der Euregio-Vertreter insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Grenzpendler-Regelungen und Interreg zu prüfen und mitzunehmen in Gespräche mit Regierungsvertretern in beiden Ländern.
Für die EUREGIO war Geschäftsführer Christoph Almering in Berlin vertreten. Weiter waren Vincent ten Voorde und Uta Lösing aus der EDR, Andreas Kochs und Heidi de Ruiter aus der Euregio Rhein-Waal, Maike Hajjoubi aus der Euregio Rhein-Maas-Nord sowie Michael Dejozé aus der Euregio Maas-Rhein vor Ort.
Der Arbeitsbesuch bot den Euregios eine wertvolle Gelegenheit, gemeinsame Interessen hervorzuheben, die Bedeutung einer starken grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erneut zu unterstreichen und ihre grenzbreite Zusammenarbeit weiter zu stärken.

