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Rob Welten wird neuer EUREGIO-Präsident

EUREGIO-Rat tagte heute in Coesfeld

ENSCHEDE/GRONAU/COESFELD, 21. November 2014 – Der EUREGIO-Rat ernannte heute nach einer turnusmäßigen Wahl Rob Welten (CDA), Bürgermeister der niederländischen Gemeinde Borne seit 2009, zum neuen Präsidenten der EUREGIO. 

Damit übernimmt Welten das Amt von Günter Alsmeier, der seit 2010 Präsident der EUREGIO war. Rob Welten ist somit Vorsitzender des EUREGIO-Rates und der EUREGIO-Mitgliederversammlung. Sein erster Stellvertreter ist Peter Snijders (Bürgermeister Hardenberg, VVD). Weitere Stellvertreter sind Joost van Oostrum (Bürgermeister Berkelland, VVD), Jürgen Coße (Kreistagsabgeordneter Steinfurt, SPD), Thomas Berling (Bürgermeister Nordhorn, SPD) und Karin Reismann (Bürgermeisterin Münster, CDU). Rob Welten (54 Jahre) ist bereits seit Juni 2011 Mitglied des EUREGIO-Vorstands.  

Fracking
Des Weiteren wurde eine Resolution, eingereicht von der CDU / CDA-Fraktion, diskutiert. Die niederländische Regierung prüft zurzeit, ob Fracking zur Förderung von Schiefergas unter anderem im Grenzgebiet zugelassen wird. Beim Fracking wird Gas mit Hilfe eines toxischen Gemischs von Sand, Wasser und Chemikalien aus tiefen Gesteinsschichten gelöst. Die Mehrheit der Mitglieder des EUREGIO-Rates sprach sich aufgrund möglicher Umweltschäden gegen die Gewinnung von Erdgas durch Fracking aus. Sie betonten, dass der Schutz des Grundwassers absoluten Vorrang haben müsse. Neben der vorrangig zu wertenden öffentlichen Trinkwasserversorgung bilde die Ressource Wasser eine lebenswichtige Grundlage für Gewerbe und Industrie sowie der Landwirtschaft und habe damit einen ganz wesentlichen Stellenwert im wirtschaftlichen Gefüge der EUREGIO. Die Fracking-Technologie sei aufgrund der bestehenden Wissenslücken nicht kalkulierbar und somit abzulehnen.

Start INTERREG V A
Der EUREGIO-Rat hat zudem über den Sachstand des INTERREG V-Programms beraten. Das neue grenzüberschreitende Förderprogramm für den Zeitraum 2014 – 2020 ist am 19. November in Hengelo offiziell gestartet. Die Vorbereitungen für neue grenzüberschreitende Projekte im Gebiet der EUREGIO sind bereits weit fortgeschritten. Rund dreißig Projektvorhaben liegen dem regionalen INTERREG-Programmmanagement bislang als Skizze vor. Im ersten Halbjahr 2015 sollen die ersten Vorhaben starten. Die EUREGIO macht sich unter anderem für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt und den Tourismus stark mit den Projekten „Unlock“ und GTI (‚Grenzlose Touristische Innovation’). Das Arbeitsmarktprojekt „Unlock“ hat das Ziel, das grenzüberschreitende Fachkräftepotenzial für kleine und mittelständische Unternehmen zu erschließen. Das Tourismusprojekt GTI zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Tourismus-Organisationen und kleinen und mittelständischen Unternehmen auszubauen und durch diese Kooperationen Innovationen zu stärken.

Verschiedenes
Zudem wurde während der Ratssitzung mitgeteilt, dass Jan Oostenbrink, stellvertretender Geschäftsführer der EUREGIO und seit 1998 als solcher tätig, die EUREGIO vor einiger Zeit verlassen habe. Nach einem Beschäftigungsverhältnis von mehr als 15 Jahren habe Oostenbrink beschlossen, selbstständig auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit tätig zu werden. „Wir wünschen Herrn Oostenbrink viel Erfolg mit seiner zukünftigen Tätigkeit“, so Dr. Elisabeth Schwenzow, Geschäftsführerin der EUREGIO. Die Nachfolge sei noch zu besetzen.