Euregio jederzeit:

Schriftgrad
  • Vergrössern
  • Verkleinern
  • Normal

Aktuelle Grösse: 75%

INTERREG-Projekte auf den Prüfstand

Studenten überreichen Bericht an EUREGIO
Eine Abordnung der Studentengruppe aus Münster präsentierte den Bericht in Gronau der EUREGIO.

Quelle: 

Foto: Christian van der Meij

GRONAU/ENSCHEDE, 4. Februar 2014 – Was vermögen grenzüberschreitende Förderprogramme für das EUREGIO-Gebiet zu leisten und wie zufrieden sind die Projektpartner mit den Ergebnissen ihrer Arbeit? Fünfzehn Studierende der Universität Münster sind diesen Fragen im Rahmen eines Oberseminars am Institut für Politikwissenschaft auf den Grund gegangen. Bei einem Besuch in Gronau überreichten die Studierenden den Bericht EUREGIO-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Schwenzow und INTERREG-Programmkoordinator Ralf W. Runde.

Unter Leitung von Dr. Matthias Freise, Akademischer Oberrat am Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster, haben die Studierenden insgesamt vier abgeschlossene INTERREG-Projekte der Förderperiode 2000-2006 untersucht und hinsichtlich ihrer Qualität beurteilt. Jeweils zwei Projekte waren der Tourismusförderung und der Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zugeordnet. Zur Erhebung der Daten interviewten die Studierenden Projektbeteiligte in Münster, Bocholt, Gronau und Velen. Die Interviews wurden ausgewertet und die Ergebnisse in einem rund 20-seitigen Bericht zusammengefasst.

Alle untersuchten Projekte haben die vorab gesetzten Projektziele erreicht oder sogar deutlich übertroffen. Die Projektbeteiligten sind mit den geknüpften Partnerschaften und mit der Zusammenarbeit mit der EUREGIO zufrieden. Der Anspruch des INTERREG-Programms, die Attraktivität der Grenzregion zu steigern und grenzüberschreitende Netzwerke und Kooperationen anzustoßen oder zu festigen, wurde bei allen untersuchten Projekten erfüllt. Dennoch gibt es auch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Studierenden raten der EUREGIO, den Bekanntheitsgrad der INTERREG-Förderung weiter zu steigern. Bei Bedarf sollten kleinere Projektgebiete ausgewiesen werden, lautet eine weitere Handlungsempfehlung Zudem solle der bürokratische Aufwand minimiert werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung haben wegen der geringen Zahl der untersuchten Projekte zwar keine Aussagekraft über das gesamte INTERREG-Programm. Doch die Ergebnisse decken sich durchaus mit den Erfahrungen und Einschätzungen des INTERREG-Programmmanagements der EUREGIO. Programmkoordinator Ralf W. Runde ist zuversichtlich, dass es bei der Antragstellung und Durchführung von INTERREG-Projekten im kommenden INTERREG V-Programm weitreichende Vereinfachungen geben wird. EUREGIO-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Schwenzow dankte den Studierenden für die geleistete Arbeit und versprach, die Handlungsempfehlungen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

Über INTERREG

INTERREG ist ein Instrument der europäischen Kohäsions- und Regionalpolitik zur Minderung von Entwicklungsdifferenzen und zur Stärkung des wirtschaftlich-sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union. Am aktuellen INTERREG IV A-Programm ‚Deutschland-Nederland’ nehmen 14 Partnerorganisationen teil; dies sind im Einzelnen: die Wirtschaftsministerien der Niederlande, und der deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die niederländischen Provinzen Groningen, Friesland, Drenthe, Overijssel, Gelderland, Noord-Brabant und Limburg sowie die Ems Dollart Region, die EUREGIO und die Euregios Rhein-Waal und rhein-maas-nord. Das Programmgebiet erstreckt sich über rund 460 Kilometer von der Nordseeküste bis zum Niederrhein und ist 46.737 Quadratkilometer groß. Die Einwohnerzahl beträgt 12,1 Millionen. Die Schwerpunkte bilden die Förderung von Wirtschaft, Technologie und Innovation, die nachhaltige regionale Entwicklung und die Verbesserung der gesellschaftlichen Integration. Weitere Informationen befinden sich im Internet unter www.deutschland-nederland.eu.