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Ehemalige Schulamtsleiterin im Kreis Borken erhält EUREGIO-Preis

Günter Alsmeier würdigt Verdienste von Ulrike Schwarz

GRONAU/ENSCHEDE/EMSDETTEN, 18. Januar 2013 – In ihrer heutigen Mitgliederversammlung hat die EUREGIO den People-to-People-EUREGIO-Preis an die ehemalige Schulamtsleiterin im Kreis Borken, Ulrike Schwarz, verliehen. Damit ehrt der älteste grenzüberschreitende Kommunalverband in Europa das Engagement der ehemaligen Lehrerin für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die deutsch-niederländische Nachbarschaft.

Das Präsidium der EUREGIO wählte Schwarz als diesjährige Preisträgerin, da sie sich während ihrer gesamten Laufbahn für die Förderung der Nachbarsprache eingesetzt hat. Die Stärkung der Grenzkompetenz der in der EUREGIO lebenden Menschen und im Besonderen die Förderung der Nachbarsprache sei ihr immer eine Herzensangelegenheit gewesen, so der EUREGIO-Präsident Günter Alsmeier in seiner Laudatio. Das Erlernen der Nachbarsprache sei für Bürger einer Grenzregion, wie der EUREGIO, elementar. Denn um sich zu verstehen, muss man sich verständigen können, so der EUREGIO-Präsident weiter.

Mit Überzeugungskraft und Beharrlichkeit
„Als Schulamtsleiterin hat Frau Schwarz Schulleitungen und Lehrkräfte von Grundschulen aktiv motiviert die Nachbarsprache Niederländisch in ihr Unterrichtsangebot aufzunehmen“, würdigt Alsmeier die Preisträgerin. „Doch die Förderung der Nachbarsprachen blieb bei ihr nicht nur theoretisch. Um ihren Kollegen das passende Werkzeug für den bilingualen Unterricht an die Hand zu geben, hat sie auch die Erstellung von Unterrichtsmaterialen vorangetrieben“, so Alsmeier weiter.

Ulrike Schwarz war seit 1986 in der Schulaufsicht im Schulamt für den Kreis Borken aktiv. Auch nach ihrer Pensionierung im Oktober 2011 ist sie weiterhin als Beraterin für das Thema Nachbarsprache für das Land Nordrhein-Westfalen tätig. 

People-to-People-EUREGIO-Preis
2013 zeichnet die EUREGIO bereits zum fünften Mal jemanden mit dem EUREGIO-Preis aus. 2012 erhielt Geert Jansen, ehemaliger Kommissar der Königin in der Provinz Overijssel, den Preis für sein grenzüberschreitendes Engagement. Der ökumenische Kirchengarten OASE in Gronau-Losser bekam 2011 die Auszeichnung. 2010 ging der Preis an Johannes Hoven, Vorsitzender des Heimatvereins Suderwick. Den ersten Preis erhielt 2009 Erich Tilkorn, ehemaliger Regionalplaner bei der Bezirksregierung Münster.

Neue Geschäftsführerin stellt sich vor
Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellte sich auch die neue EUREGIO-Geschäftsführerin, Dr.Elisabeth Schwenzow, den Mitgliedern vor. In ihrer Ansprache betonte sie, dass das EUREGIO-Gebiet trotz Globalisierung und knappen öffentlichen Mitteln in der Zukunft nicht weniger, sondern anders, struktureller auf die deutsch-niederländische Zusammenarbeit angewiesen ist. „Um zu einem Vorsorgungsgebiet zusammen zu wachsen, müssen wir gemeinsam mutig die Strukturen in der EUREGIO an die neuen Herausforderungen anpassen“, so Schwenzow zu den Mitgliedern. Sie lud im Anschluss alle Mitglieder ein, den Weg der Umgestaltung der EUREGIO aktiv mitzugehen und die politische Unterstützung zu gewähren.

Verabschiedung Harald Krebs
Weiterer Programmpunkt war die Verabschiedung des ehemaligen EUREGIO-Geschäftsführers, Harald Krebs. Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Frau Dr. Angelica Schwall-Düren: „In seiner über 14-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer der EUREGIO Gronau ist es Harald Krebs gelungen, ein grenzübergreifendes regionales Gefühl der Zusammengehörigkeit zu entwickeln, zu einer grenzüberschreitenden Regionsbildung beizutragen und einen grenzüberschreitenden politischen Dialog zu organisieren. Dafür gebührt ihm unser Respekt und unsere Anerkennung.“ Auch die EUREGIO-Mitglieder und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle bedankten sich mit Rede- und Filmbeiträgen für die gute Zusammenarbeit.