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Drei neue INTERREG V A-Projekte genehmigt

Investitionen von fast 18 Millionen Euro in die Grenzregion

MÜNSTER/GRONAU/ENSCHEDE, 23. Dezember 2016 – Der INTERREG-Lenkungsausschuss EUREGIO hat in Münster drei neue grenzüberschreitende Projekte genehmigt. Dadurch fließen bis 2020 rund 17,9 Millionen Euro in Trinkwasserschutz, Wirtschaft und Bildungswesen der deutsch-niederländischen Grenzregion. Die Hälfte der Mittel stellt die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Mit Investitionen von fast 8,5 Millionen Euro erhält der grenzüberschreitende Trinkwasserschutz im Einzugsgebiet der Vechte einen kräftigen Impuls. Unter dem Namen „MEDUWA Vecht(e)“ haben sich Forschungseinrichtungen, kleine und mittelständische Technologieunternehmen und der niederländische Wasserverband Waterschap Zuiderzeeland zusammengeschlossen, um ein wachsendes Umweltproblem zu lösen: die Verschmutzung von Trinkwasser, Boden, Nahrungsmitteln und Luft durch Human- und Tierarzneimittel sowie multiresistente Bakterien. Das Projekt bietet damit Vorteile für die Gesundheit von Mensch und Tier und trägt dazu bei, die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung zu senken. Auch die fleischexportierende Wirtschaft soll profitieren, indem Betriebe im Wettbewerb um zunehmend kritisch eingestellte Verbraucher gestärkt werden. Die Leitung des Projektes übernimmt die Universität Osnabrück.

Unterstützung für KMU

Das Projekt „Smart Production“ umfasst Investitionen von rund 6,3 Millionen Euro und soll kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung und Produktion von Kleinserien von 1 bis 1.000 Stück unterstützen. Geplant sind zum Beispiel die Entwicklung neuer Herstellungs- und Messtechniken, welche den Materialverbrauch und die Produktionskosten senken und gleichzeitig die Qualität der Produkte verbessern. In dem Vorhaben arbeitet das Netzwerk Oberfläche NRW e.V. in Münster mit einem Dutzend Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen von deutscher und niederländischer Seite zusammen.

Grenzüberschreitende berufliche Bildung

Mit dem Projekt „Lernen ohne Grenzen“ fließen in den kommenden Jahren rund 3,1 Millionen Euro in die berufliche Bildung. Ziel ist es, die Anschlussmöglichkeiten zwischen den deutschen und niederländischen Berufsausbildungen zu verbessern. Dadurch sollen die Berufsschüler nach Abschluss ihrer Ausbildung auch im jeweiligen Nachbarland einsetzbar sein. Das Projekt trägt so zu einem integrierten, euregionalen Arbeitsmarkt bei. Wesentliche Zielgruppen sind Auszubildende im Metallbereich sowie in Berufen der Windenergiebranche, angehende Optiker, Auszubildende der Logistikbranche und des Einzelhandels, künftige Erzieherinnen und Erzieher sowie Auszubildende in holzverarbeitenden Berufen. In dem Projekt arbeiten 24 deutsche und niederländische Bildungseinrichtungen, darunter zahlreiche Berufskollegs, zusammen. Leadpartner ist das Graafschap College in Doetinchem.

INTERREG-Förderung

Die drei neuen Projekte erhalten im Rahmen des INTERREG-Programms ‚Deutschland-Nederland’ zusammen rund 8,9 Millionen Euro an EFRE-Mitteln. Neben der Europäischen Union beteiligen sich auch die nationalen INTERREG-Partner und die regionalen Projektträger an der Finanzierung der Vorhaben. Die Wirtschaftsministerien der Niederlande und des Landes Nordrhein-Westfalen, die niedersächsische Staatskanzlei, die Provinzen Gelderland, Overijssel, Flevoland und Friesland stellen zusammen rund 3,7 Millionen Euro bereit. Etwa 5,2 Millionen Euro trägt die Region selbst zur Finanzierung bei.

- ENDE DER NACHRICHT -

 

Redaktionskontakt

Regionales INTERREG-Programmmanagement EUREGIO
Christoph Bönig
Postfach 1164
48573 Gronau
Telefon:  02562-702 23
E-Mail:    c.boenig@euregio.eu