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Botschafter Kremp besucht die EUREGIO

Entwicklungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit besprochen

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EUREGIO

GRONAU/ENSCHEDE, 28. Mai 2014 – Franz Josef Kremp, deutscher Botschafter im Königreich der Niederlande, informierte sich heute bei einem Arbeitsbesuch in der EUREGIO-Geschäftsstelle über die deutsch-niederländische Zusammenarbeit im Grenzgebiet. Im Gespräch mit Geschäftsführung und Vertretern der EUREGIO-Gremien stand der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt sowie die touristische Vermarktung des Grenzgebietes im Mittelpunkt.

Nach einer kurzen geschichtlichen Einführung, brachte EUREGIO-Geschäftsführerin, Frau Dr. Elisabeth Schwenzow, in ihrer Präsentation die heutigen Grenzprobleme zur Sprache: „Die Grenze ist in einiger Hinsicht heutzutage deutlicher spürbar als noch vor 100 Jahren. Denn die im Laufe der Zeit aufgebauten Unterschiede im deutschen und niederländischen System behindern den Schritt für Arbeitnehmer, Patienten und Unternehmen über die Grenze.“ Einer dieser Grenzprobleme seien die Unterschiede im Sozialversicherungssystem und im Steuerrecht, die es Bürgern erschweren, im Nachbarland zu wohnen oder zu arbeiten. Aber auch die grenzüberschreitende Anerkennung von Abschlüssen und die Förderung der Kultur- und Sprachkenntnisse seien Herausforderungen auf dem Weg zu einer uneingeschränkten Mobilität. „Die deutsch-niederländischen Beziehungen sind überaus gut. Wir arbeiten heute nahezu überall eng und freundschaftlich zusammen. Aber dennoch gibt es noch einige Baustellen, an denen wir arbeiten müssen,“ so Botschafter Kremp. Die Arbeit der Euregios unterstütze die Botschaft deshalb gerne.

Neben dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt bildete der grenzüberschreitende Tourismus einen weiteren Schwerpunkt des Treffens. „In Zusammenarbeit mit den grenznahen Tourismusbüros und -verbänden beiderseits der Grenze kümmert sich das Tourismusbüro der EUREGIO um die touristische Vermarktung des Grenzgebietes,“ beschrieb die EUREGIO-Geschäftsführerin. Unter der Marke „Das andere Holland“ sollen deutsche Touristen in die Niederlande gelockt werden. Das Marketingkonzept „Geheim over de grens“ (zu Deutsch „Geheimnis hinter der Grenze“) hingegen umfasse ein touristisches Angebot für Niederländer. „Für den Tourismus sind die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden wiederum positiv. Denn die kulturelle Vielfalt macht die Grenzregion besonders attraktiv und lebenswert,“ so Schwenzow zum Abschluss ihres Vortrags.