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Weiterarbeiten am 360-Grad-Arbeitsmarkt in der EUREGIO

Experten entwickeln neue Formen der Zusammenarbeit

Unter dem Motto  „Gemeinsam weitergehen - zum Arbeitsmarkt von morgen" organisierte die EUREGIO am 30. Januar ein grenzüberschreitendes Treffen auf dem Tobit Campus in Ahaus. Über sechzig Teilnehmer aus den Niederlanden und Deutschland diskutierten die Chancen des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes in Zeiten der Hochkonjunktur auf beiden Seiten der Grenze. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter von Wirtschaftsförderungsgesellschaften,  Arbeitsvermittlungen, Kommunen und (Land-)Kreisen, Berufsbildung, Hochschulen und Unternehmen.

Eddy van Hijum, „gedeputeerde Economie” der Provinz Overijssel, eröffnete das Treffen. Die Provinz Overijssel hat ihre Politik gegenüber Deutschland in den letzten Jahren intensiviert: „Wir haben auf einen 360-Grad-Arbeitsmarkt gesetzt; nicht mit dem Rücken zur Grenze, sondern mit einem offenen Blick, so dass man alle Chancen sehen kann", so Van Hijum.

Fachkräftemangel

Ging es vor nicht allzu langer Zeit im EUREGIO-Gebiet noch darum, wie auf die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere in den Niederlanden, reagiert werden kann, so treibt Arbeitgeber auf beiden Seiten der Grenze inzwischen der Fachkräftemangel um. Welche Schritte müssen unternommen werden um sich in diesem Wettbewerb um Fachkräfte weiter zu stärken, Netzwerke auszubauen und weiterhin gemeinsam an einem 360°-Arbeitsmarkt in der Grenzregion zu arbeiten? Unter der Leitung eines professionellen Moderatorenteams gingen die Teilnehmer zu diesen Themen mit einander ins Gespräch.

Dass es Chancen gibt, darüber waren die Teilnehmer sich schnell einig: Es entstanden viele Ideen für die Intensivierung der Zusammenarbeit. Zum Beispiel eine gemeinsame, grenzüberschreitende Offensive, um Arbeitgeber darüber zu informieren, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Oder die Gründung von grenzüberschreitenden Netzwerken für Unternehmer, oder auch die Bündelung von (Hochschul-) Bildungsangeboten im EUREGIO-Gebiet. Solche Initiativen sollen dazu beitragen, den Arbeitsmarkt in der Region grenzüberschreitend zugänglicher und transparenter zu machen. Für alle (10) Ideen wurden Verantwortliche bestimmt, die diese in den kommenden Monaten weiter voranbringen sollen.

Das Treffen fand zum Abschluss des INTERREG V A-Projekts „UNLOCK, Personal über die Grenze!“, das am 31. Januar 2019 endet, statt. Die Dienstleistung des GrenzInfoPunktes EUREGIO wird ab dem 1. Februar 2019 im Rahmen eines Nachfolgeprojektes fortgesetzt.

Das Projekt „UNLOCK, Personal über die Grenze!“ wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

(31.01.2019)