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Touristische Betriebe in der Region fokussieren sich auf die Niederlande

INTERREG-Förderprojekt hat mehr als 70 touristische Betriebe und Organisationen aus der deutschen Grenzregion bei der Bearbeitung des Nachbarmarktes unterstützt

Quelle: 

Vechtdal Overijssel

Mehr als 1 Milliarde Euro jährlicher Umsatz durch Tagestouristen aus den Niederlanden und fast 550.000 Übernachtungsgäste im Jahr 2018: Der niederländische Quellmarkt direkt vor der Haustür bietet für touristische Unternehmen aus der Region viele Potenziale. Um diese zu nutzen, haben sich über 70 Betriebe und Organisationen aus dem deutschen Grenzgebiet an dem Projekt „Grenzenlose Touristische Innovation“ beteiligt, das nun nach vierjähriger Laufzeit zu Ende gegangen ist.

Gemeinsam mehr erreichen
Kern des Projektes, das die EUREGIO als Leadpartner gemeinsam mit niederländischen Tourismusorganisationen und den Tourismusverbänden aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim, dem Münsterland sowie dem Osnabrücker Land umgesetzt hat, war die inhaltliche wie finanzielle Unterstützung touristischer Betriebe beim Markteintritt und der Marktbearbeitung im Nachbarland sowie ein gemeinsames Auslandsmarketing. Auf den mehr als 30 Fortbildungsveranstaltungen kamen über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Tourismusbranche zusammen, um sich über die Besonderheiten des Nachbarmarktes zu informieren und grenzüberschreitende Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren. Gemeinsam mehr erreichen – das war auch das Motto der branchenspezifischen Cluster etwa im Bereich Camping und Citymarketing, die in den letzten Jahren im Rahmen des Projektes aufgebaut wurden und weiterhin aktiv sind. Reichweitenstarke Kampagnen, u.a. mit dem niederländischen ANWB, haben die deutsche Grenzregion als Urlaubsdestination weiter gestärkt. „Für den Tourismus in der Grenzregion war das Projekt von großem Mehrwert“, so Christoph Almering, Geschäftsführer der EUREGIO. Gemeinsam mit den regionalen Tourismusverbänden sei es gelungen, den Betrieben Kenntnisse über den Nachbarmarkt zu vermitteln, Hürden abzubauen und die Besucherzahlen der Gäste aus dem Nachbarland zu steigern.  

Nachfolgeprojekt GTI 2 nimmt Digitalisierung in den Fokus
Dass die Tourismusbranche nach wie vor jedoch großen Herausforderungen gegenüber steht, beweist die Bewilligung des Nachfolgeprojektes „GTI 2“, ebenfalls im Rahmen des INTERREG-Programms, das zum 1. Juli gestartet ist. Die inhaltlichen Aktivitäten knüpfen an das Vorgängerprojekt an, werden aber insbesondere auf das Thema Digitalisierung ausgerichtet und sollen innovative Lösungsansätze etwa zur zielgerichteten Nutzung von Big Data oder zum Umgang mit User Generated Content aufzeigen. „Im Zuge der Digitalisierung und veränderten Ansprüchen der Besucher steht der Tourismussektor vor großen Herausforderungen, die grenzüberschreitend in besonderem Maße wirken und nur gemeinsam effizient bewältigt werden können“, so Petra Rosenbach, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Osnabrücker Land e.V. Der Bedarf bei den touristischen Leistungsträgern ist groß; so hat die überwiegende Mehrheit der bisherigen Partnerbetriebe bereits ihr Interesse zur Beteiligung an GTI 2 angekündigt. Auch für neue Betriebe und Organisationen steht das Projekt offen.

Interessierte Betriebe und Organisationen erhalten weitere Informationen zu GTI 2 per Mail an tourismus@euregio.de, telefonisch unter 02562/702-64 oder auf www.tourismus-euregio.de.

(19.07.2019)