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"Rettung ohne Grenzen" - Abschlussübung PREpare

Quelle: 

Matthias Höing

In der Notfallversorgung ist man auf Notfälle vorbereitet. Auch auf größere Notfälle. Das ganze Jahr über bereiten sich die Helfer auf große Notfälle mit Hilfe von Seminaren, Trainings und Übungen vor.

Am Samstag den 17.02.18 fand in der Übungshalle des Institutes der Feuerwehr NRW bei Münster eine große Übung zur grenzüberschreitenden Notfallversorgung mit rund 80 teilnehmenden Mitarbeitern des Rettungsdienstes, der Einsatzzentrale und der Feuerwehr statt, die normalerweise alle in Twente, Oost Achterhoek, im Kreis Borken und in der Grafschaft Bentheim arbeiten.
Die teilnehmenden Helfer stießen auf 2 unterschiedliche Szenarien, einen Massenautounfall und einen Amoklauf im deutsch-niederländischen Grenzstreifen, die sie gemeinsam bewältigen mussten.

Die Abschlussübung ist Teil PREpare Projektes. Mithilfe dreier voraus gegangener Übungen wurden vor allem Kommunikationswege für die verschiedenen Einsatzteams erarbeitet. Die Szenarien von Samstag waren die ersten „real life“ Übungen, worin zum einen alle Ambulanzen und Feuerwehren aus den Regionen eingesetzt wurden und zum anderen auch die Einsatzzentralen eng zusammenarbeiten mussten.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Parteien zu üben. Denn bei einem großen Unfall dicht an der Landesgrenze können unter Umständen die Kapazitäten des jeweils anderen dringend benötigt werden.
Funktionieren die Kommunikationspläne so wie erwartet? Woran muss bei der Zusammenarbeit zwischen Twente, Oost Achterhoek, Borken und Bentheim noch gearbeitet werden, um Verletzte so schnell wie möglich ausreichend zu versorgen? Sind die Kompetenzbereiche klar definiert? Wie ist insbesondere die Kommunikation zwischen den Helfern? Ist die Sprache ein Problem?
Sogenannte „Beobachter“ bewerteten die Übung.

Die Feuerwehr- und Rettungsakademie Bocholt (FRB) koordinierte die Übung gemeinsam mit dem GHOR Twente und dem Bureau Acute Zorg Euregio.

Am 14.03.2018 findet ab 12:30 das Abschlusssymposium des PREpare-Projekts in Enschede statt, auf dem die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem gesamten PREpare-Projekt sowie die Evaluierung der abschließenden Übung mit der interessierten Öffentlichkeit geteilt werden.
Anmeldung bitte unter: www.spoedzorgzondergrenzen.nl

PREpare wird im Rahmen des INTERREG V A Programm Deutschland-Nederland finanziell unterstützt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Provincies Gelderland und Overijssel, der Staatskanzlei Niedersachsen, dem Wirtschaftsminsterium NRW, dem Ministerie van Veiligheid en Justitie und Menzis.

(17.02.18)