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Grenzüberschreitende Notfallversorgung: PREpare

In Notfällen, wie bei einem Autounfall oder einem Herzinfarkt, ist Zeit lebenswichtig. Für Hilfe wollen Sie sich an die nächstgelegene Instanz wenden können: Sie wollen die beste Versorgung so schnell wie möglich.

Was jedoch, wenn diese Versorgung sich auf der anderen Seite der Grenze befindet?
 

Auf dem Weg zur Rettung ohne Grenzen
Diese Frage beschäftigt auch die Partner innerhalb des PREpare Projekts. Wir sind der Meinung, dass es viele Chancen für eine Zusammenarbeit im Bereich der Ersten Hilfe im Grenzgebiet gibt, sowohl bei alltäglichen wie auch größeren Vorfällen. Diese Chancen will das PREpare Projekt angehen und nutzen. Wir wollen es ermöglichen, dass ein niederländischer Patient mit einem Herzinfarkt auch in einem deutschen Krankenhaus aufgenommen werden kann, sofern dieses schneller zu erreichen ist. Und natürlich umgekehrt!
 
Internetportal Rettung Ohne Grenzen
Ein wichtiges Werkzeug, um unsere Ambitionen umzusetzen ist das Internetportal Rettung Ohne Grenzen. Mit diesem 'Meldepunkt' möchten wir Sie, Bürger und Fachleute, bitten Ihre Erfahrungen mit grenzüberschreitender Erster Hilfe (sowohl positiv als negativ) mit uns zu teilen. Aber auch Vorschläge für Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind willkommen. Durch das Sammeln von Fällen möchten wir Engpässe finden und Lösungen erarbeiten, um so unserem Ziel, einem euregionalen Versorgunsgebiet, einen Schritt näher zu kommen. 
 
Struktur des PREpare-Projekts
Innerhalb des PREpare Projekts wurden mehrere Arbeitspakete eingerichtet, die sich mit verschiedenen wichtigen Fragestellungen beschäftigen. So wird innerhalb eines Arbeitspakets die Wissensvermittlung an die Fachkräfte in der Notfallversorgung begleitet, so dass sie grenzüberschreitend arbeiten können und dürfen. Innerhalb eines weiteren Arbeitspakets wird die grenzüberschreitende Risikokommunikation behandelt, so dass in einen Notfall die Kommunikationsströme an beiden Seiten der Grenze bekannt sind und schnell und zielgereichtet gehandelt werden kann.
 
Werden die Instanzen jetzt erst aktiv?
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gibt es in diesem Bereich schon seit Längerem. Das PREpare Projekt schließt an frühere Studien und Projekte an, wie zum Beispiel die INTERREG IV A People-to-People Projekte SourcE und ACRE. Mit SourcE wurden zum Beispiel erste Schritte unternommen, um den grenzüberschreitenden Einsatz von Rettungsdienstmitarbeitern bei der Notfallversorgung zu vereinfachen. In ACRE wurden juristische Rahmen für die grenzüberschreitende Notfallversorgung geschaffen. Weitere Informationen zu beiden Projekten finden Sie auch auf der Website von Bureau Acute Zorg Euregio (BAZE).
 
Das PREpare Projekt läuft vom 01.04.2015 bis 31.05.2018. Lead-Partner ist das Bureau Acute Zorg Euregio. Weitere Projektpartner sind die Veiligheidsregios Twente, IJsselland und Noord- en Oost-Gelderland, de Geneeskundige Hulpverleningsorganisatie in der Region Twente, der Landkreis Grafschaft Bentheim, der Kreis Borken, die Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie Bocholt und die EUREGIO. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG V A Programm Deutschland-Nederland finanziell unterstützt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Provincies Gelderland und Overijssel, der Staatskanzlei Niedersachsen, dem Wirtschaftsminsterium NRW, dem Ministerie van Veiligheid en Justitie und Menzis.
 
Seit dem 1. Mai ist der Rettungswagen aus Isselburg grenzüberschreitend tätig. Mehr Infos finden Sie hier.