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TEN-T / Corridor 2

Corridor 2 – Der Nordsee – Baltikum – Korridor
Das EUREGIO-Gebiet liegt auf dem Corridor 2, dem durch die EU ausgewiesenen Nordsee – Baltikum – Korridor. Auf einer Länge von ca. 3200 km verbindet der Korridor acht europäische Hauptstädte: Amsterdam, Brüssel, Berlin, Warschau, Vilnius, Riga, Tallinn and Helsinki. Das Kernnetzwerk des Nordsee-Baltikum-Korridors umfasst 16 Flughäfen, 12 Seehäfen, 21 Binnenhäfen und 17 Bahnterminals. Dabei stellen die niederländischen und deutschen Korridorabschnitte die elementare Infrastruktur für sowohl den West-Ost-, als auch den Nord-Süd-Transport im Hinterland von fünf der 10 umschlagreichsten europäischen Frachthäfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam, Bremerhaven und Hamburg). Das EUREGIO-Gebiet fungiert hier als multimodales Drehkreuz zwischen den Nordseehäfen, dem Ruhrgebiet und den östlichen Korridorabschnitten. An den Landesgrenzen und auf der Ost-West Achse besteht noch reichlich Raum zur Steigerung der Effizienz, vor allem durch die Modernisierung bestehender Infrastruktur, die Beseitigung von Flaschenhälsen und den Einsatz innovativer Technologien.

TEN-T
Die „Transeuropäische Netze“ (TEN) sind ein Sammelprogramm zur Entwicklung des Binnenmarktes, das inhaltlich aufgeteilt ist in Verkehrs- (TEN-T), Energie- (TEN-E) und Telekommunikationsinfrastruktur (eTEN). Das TEN-V – Programm umfasst vor allem die physische und digitale Infrastruktur auf Straße, Schiene und Binnengewässern sowie den Flughäfen. Dies beinhaltet auch den Hochgeschwindigkeitsausbau und die Etablierung multimodaler Güterterminals und interoperabler Verkehrsträger. Besonderer Wert wird gelegt auf die Beseitigung von Schwachpunkten und Engpässen in nationalen und grenzüberschreitenden Netzen, eine umweltfreundliche und effiziente Nutzung, den Auf- und Ausbau bestehender Kapazitäten sowie die Schaffung hoher Standards in der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Personen- und Güterverkehrs.

Seit 2013 wurden im Rahmen von TEN-T 9 Hauptverkehrskorridore identifiziert, welche die wichtigsten Verkehrsstrecken in der Union wiedergeben und daher vorrangig ausgebaut werden sollen. Hierfür wurden in 2014 neun Korridorstudien durchgeführt, die alle Verkehrsverbindungen, Engpässe und Entwicklungschancen aufzeigen. Sie bilden die Basis für die sog. Korridor-Arbeitspläne, welche durch die Kommission, die Korridor-Koordinatoren und die Mitgliedsstaaten entwickelt wurden. Durch stete Lobbyarbeit und Koordination innerhalb der vorhandenen Netzwerke sind die euregionalen Ambitionen darin gut vertreten.

Auch wird explizit die grenzüberschreitende bottom-up Zusammenarbeit im EUREGIO-Gebiet als Best Practice-Beispiel genannt.