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Lernen von den Nachbarn - Servicequalität im Tourismus

Erfolgreicher Workshop zum Thema Servicequalität im Tourismus

Quelle: 

C. van der Meij

Unter dem Motto "Niederländische Gäste verblüffen" fand am Mittwoch, den 22. Juni 2016 in Ahaus der erste Workshop im Rahmen der Deutsch-Niederländischen GTI Akademie des INTERREG V A Projekts "Grenzüberschreitende Touristische Innovation" (GTI) statt. Rund 100 touristische Unternehmer und Organisationen aus dem deutschen und niederländischen Grenzgebiet hatten sich angemeldet. Gemeinsam mit zwei Experten für Servicequalität, dem Niederländer Hans Smith und dem Deutschen Oliver Becker, wurden die Serviceaspekte erarbeitet, mit denen man bei Gästen aus dem Nachbarland punkten kann.

Motivieren und begeistern
Den Startschuss gab Oliver Becker, der aufgrund seines großen Erfahrungsschatzes in der deutschen Reisebranche als "Service-Papst" bekannt ist. Mit seinem ansteckenden Enthusiasmus machte er deutlich, warum es so wichtig ist, dass das gesamte Team eines Unternehmens den Kunden zentral stellt und dabei kritisch betrachtet wie serviceorientiert das eigene Unternehmen arbeitet. Für den anschließenden Workshop wurden zwei Gruppen gebildet: die niederländischen Teilnehmer arbeiteten mit Oliver Becker zusammen, die Deutschen mit Hans Smith. Letzterer hat für große Unternehmen wie Disneyland Paris und Landal Greenparks gearbeitet und ist Spezialist auf dem Gebiet "Kundenerlebnis" und "Gastfreundlichkeit". Die überraschenden Ergebnisse wurden anschließend allen Anwesenden präsentiert. Den abschließenden Netzwerk-Lunch nutzten die Anwesenden, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen und Erfahrungen mit Branchenkollegen aus dem Nachbarland austauschen.

Zusammenarbeiten ist die Zukunft
Die Zielsetzung des Projekts GTI ist die Positionierung des touristischen Angebots auf dem ausländischen Markt. Durch die Nutzung des großen Netzwerkes an touristischen Partnern im deutsch- niederländischen Grenzgebiet und durch die jahrelange Erfahrung im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit des Grenzüberschreitenden Projektbüros für Tourismus der EUREGIO Gronau wird das Wissensniveau vergrößert. So können die touristischen Akteure mit ihren Produkten und ihrem Service besser auf die Wünsche des "Gastes aus dem Nachbarland" eingehen.

Touristische Partner
Die Zusammenarbeit mit touristischen Partnern steht im Projekt GTI zentral. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Themen Onlinemarketing, Stadtmarketing und Campingtourismus. Alle Tourismusverbände der deutschen Regionen Münsterland, Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrücker Land sowie der niederländischen Provinzen Gelderland und Overijssel, arbeiten in diesem Projekt zusammen. Sie bieten den touristischen Betrieben die Möglichkeit, aktiv teilzunehmen und zu profitieren, sowohl auf dem Gebiet des Wissensaustauschs und -erwerbs als auch im Bereich Marketing. Speziell für den Wissenstransfer wird derzeit eine E- Learning Plattform aufgebaut.

Workshops für touristische Leistungsträger
Die Workshops, die im Rahmen der GTI Akademie angeboten werden, sind ein wichtiges Instrument, um die Position der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Grenzregion zu stärken.
Während der Laufzeit des GTI-Projekts werden regelmäßig Schulungen angeboten. Im November sind zum Beispiel zwei weitere Veranstaltungen geplant. Dabei werden die Teilnehmer erfahren, wie der niederländische Gast tickt, welche Möglichkeiten zur Ansprache und Kundengewinnung erfolgversprechend sind und wie Onlinemarketing in den Niederlanden gewinnbringend eingesetzt werden sollte. Diese Themen werden für niederländische Betriebe über den deutschen Gast
zeitgleich geschult.

Mehr Informationen: www.tourismus-euregio.de

Das Projekt "Grenzüberschreitende Touristische Innovation" (GTI) wird im Rahmen des INTERREG A Programms "Deutschland-Nederland" mitfinanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und durch die Wirtschaftsministerien der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und die Provinzen Overijssel und Gelderland. Das Projekt wird begleitet durch das Programmmanagement der EUREGIO.