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Grenzüberschreitende Plattform für Wasserwirtschaft zieht bei EUREGIO ein

Starkes Signal für mehr Zusammenarbeit für Wasser ohne Grenzen

Quelle: 

EUREGIO

GRONAU/ENSCHEDE, 4. Februar 2014 – Seit Anfang 2014 ist das Koordinierungsbüro der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) bei der EUREGIO-Geschäftsstelle in Gronau angesiedelt. Der Vertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2015 wurde am 4. Februar durch EUREGIO-Geschäftsführerin Elisabeth Schwenzow und dem “Wassergrafen” (nl. Watergraaf) Stefan Kuks der Wasserbehörde Vechtstromen aus den Niederlanden unterzeichnet.  

„Flüsse, Bäche und andere Wasserläufe stoppen nicht an der Grenze. Darum ist es wichtig, auch in der Wasserwirtschaft grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten“, so Stefan Kuks während der Unterzeichnung. Elisabeth Schwenzow freut sich über den Umzug der GPRW zur EUREGIO: „Diese Entscheidung bietet Vorteile für alle Parteien: Durch die Ansiedlung bei uns kann sich die Bekanntheit und Wirksamkeit der GPRW erhöhen. Und wir freuen uns über diese sinnvolle Aufstockung unserer grenzüberschreitenden Tätigkeiten.“

Im September 2011 hatten der Landkreis Grafschaft Bentheim und der Kreis Borken zusammen mit den niederländischen Wasserbehörden „Rijn en IJssel“, „Velt en Vecht“ und „Regge en Dinkel“ die Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft eingerichtet. Die Plattformpartner beschäftigen sich mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und den grenzüberschreitenden Herausforderungen der Wasserwirtschaft. Der gegenseitige Austausch findet dabei sowohl zwischen Beamten als auch Politikern statt.

Vom Koordinierungsbüro bei der EUREGIO werden die unterschiedlichen Aufgaben organisiert und abgestimmt, dazu gehören auch die gemeinschaftliche Vertretung in der Öffentlichkeit und die Entwicklung von Ideen für grenzüberschreitende Projekte. Auch die drei deutsch-niederländischen Facharbeitsgruppen (Fischmigration, Wasserqualität und Hochwasser) werden durch das Koordinierungsbüro begleitet.

Die Hauptziele der GPRW sind das Erreichen eines guten ökologischen Zustands der grenzüberschreitenden Flüsse und Wasserläufe, der regionale Hochwasserschutz für deutsche und niederländische Bürger und die Abstimmung von Aktivitäten im Bezug auf zukünftige Herausforderungen wie den Klimawandel und seine Folgen. Die GPRW arbeitet an der deutsch-niederländischen Grenze in den Strömungsgebieten der Vechte, Dinkel, Berkel und Oude Ijssel.

Eines der vielen Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit über die Grenze ist die „Grenzüberschreitende Vechtetalstrategie“. In diesem Projekt arbeiteten zehn deutsche und niederländische Partner zusammen an der Entwicklung der Vechte als Träger wirtschaftlicher Entwicklung, mit besonderem Fokus auf Naturschutz und Wasserwirtschaft. Die Wahl für einen integralen Ansatz der Raumentwicklung bedeutet auch die Einbeziehung von Aspekten der Ökologie, Tourismus, Landwirtschaft und Kultur in der während des Projektes entwickelten Strategie mit konkreten Maßnahmen.

Mehr Informationen über die GPRW ist zu finden auf: www.gprw.eu