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Europa will Verkehrsverbindungen in der EUREGIO fördern

EUREGIO als wichtiger Knotenpunkt Nordsee-Baltikum-Korridor

Am 8. Dezember 2015 besuchte TEN-T Korridor-Koordinatorin Catherine Trautmann die EUREGIO. Gemeinsam mit knapp 35 deutsch-niederländischen Vertretern aus der euregionalen Politik und Wirtschaft erörterte sie in den Räumlichkeiten des internationalen Logistikunternehmens Nellen und Quack The Green Line in Gronau das Thema grenzüberschreitende Schienenverbindungen. Das Nachmittagsprogramm legte den Fokus auf die Logistikunternehmen der Region und fand im Güterterminal CTT in Hengelo statt.

Lückenlose Ost-West-Verbindung
Geladen waren neben den Mitgliedern des EUREGIO-Vorstands weitere politische Vertreter aus beiden Ländern von lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Auch Wirtschaftsvertreter nahmen an dem Arbeitsbesuch teil und gaben einen Einblick in die „Nachfrage“-Seite der Verkehrsinfrastruktur. Von einer lückenlosen Verkehrsanbindung von Ost nach West sollen in den kommenden Jahrzehnten nicht nur Bürger und die Wirtschaft profitieren. Auch Nachhaltigkeit ist grenzüberschreitend ein wichtiges Schwerpunktthema: So bieten zum Beispiel bessere Schienenanbindungen Einsparpotenziale bei fossilen Brennstoffen, während die Binnenschifffahrt den Ausstoß von CO2 verringern und Autobahnen entlasten könnte. Frau Trautmann erklärte, dass der Güterverkehr bis 2050 um 80% und der Personenverkehr um 50% zunehmen werden. Sie begrüßt im Namen der Europäischen Kommission die Initiative zur Zusammenarbeit im Grenzgebiet und wünscht sich einen noch stärkeren Austausch zwischen Deutschen und Niederländern. Zentral stehen dabei Bemühungen für eine schnellere und bessere Zuganbindung Amsterdam-Berlin sowie die Stärkung des regionalen Logistiksektors.

TEN-T
Der Besuch von Frau Trautmann sendet ein Signal in die Region und wirbt für eine bessere grenzüberschreitende Abstimmung. Zugleich wurde die Gelegenheit genutzt, um sich auch in Brüssel und in den Planungen des TEN-T-Programms für mögliche Fördermittel zu positionieren. Die Europäische Kommission hat unter dem Namen TEN-T (transeuropäisches Verkehrsnetz) neun so genannte Kernkorridore identifiziert. Diese Korridore geben die wichtigsten aktuellen und zukünftigen Verkehrsströme in der Union wieder. Die Infrastruktur der Korridore soll bis 2030 vollständig ausgebaut werden. Dafür stehen im Rahmen des TEN-T-Programms 24 Milliarden Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Das EUREGIO-Gebiet liegt inmitten des Nordsee-Baltikum-Korridors, der sich von Amsterdam/Rotterdam über Enschede und Gronau in Richtung Berlin und weiter ins Baltikum erstreckt.