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EUREGIO hilft Grenzen überwinden

Besuch der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer

GRONAU/ENSCHEDE, 8. Mai 2013 – Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer nutzte die Gelegenheit, Frau Dr. Elisabeth Schwenzow einen Antrittsbesuch abzustatten. Der Gronauer SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Ricking und Ratsmitglied Chris Breuer (SPD) begleiteten die Bundespolitikerin bei ihrem Besuch.

Die EUREGIO ist ein deutsch-niederländischer Kommunalverband, dem 129 Städte, Gemeinden und Kreise aus dem Münsterland, dem südwestlichen Niedersachsen und den östlichen Niederlanden angehören. Sie wurde 1958 als erste Europaregion gegründet und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Unternehmen und Organisationen. Eine Niederlassung der EUREGIO befindet sich in Gronau, am Grenzübergang Glanerbrug. Seit Anfang 2013 hat diese Geschäftsstelle eine neue Geschäftsführerin. Im Januar 2013 löste Dr. Elisabeth Schwenzow, die vorher beim Kreis Borken Leiterin der Stabsstelle war, den langjährigen Geschäftsführer Harald Krebs ab.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete nutzte jetzt die Gelegenheit, Dr. Schwenzow einen Antrittsbesuch abzustatten. Der Gronauer SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Ricking und Ratsmitglied Chris Breuer (SPD) begleiteten die Bundespolitikerin bei ihrem Besuch.

Eingehend begrüßte es Arndt-Brauer, dass eine Frau eine leitende Funktion bei der EUREGIO eingenommen hat. Leider sei der Frauenanteil in leitenden Postionen noch viel zu gering, waren sich alle einig. Eine spannende Aufgabe habe sie übernommen, erklärte Dr. Schwenzow ihren Besuchern. Die Entwicklung in der Geschichte von der Völkerverständigung nach dem Krieg über die schlechte wirtschaftliche Lage in den 80er Jahren, die es für die EUREGIO nötig machte, EU-Fördermittel zu akquirieren und gerecht zu verteilen, wird es derzeit immer wichtiger, eine grenzüberschreitende Wirtschaftsförderung anzupacken und die EUREGIO neu aufzustellen. „Auch die Politik muss sich stärker einbringen“, so Schwenzow und fordert eine größere Beteiligung der kommunalen Parlamente.

Außer der Kulturförderung, der wirtschaftlichen Entwicklung im Grenzgebiet, der kommunalen Zusammenarbeit sowie dem gegenseitigen Verständnis über die Grenzen hinweg, gehört die Pendlerberatung zu einer der wichtigsten Aufgaben der EUREGIO. Aus den Niederlanden pendeln täglich Beschäftigte nach Deutschland. Auf dem anderen Weg pendeln deutsche Arbeitnehmer in die Niederlande. Wichtig ist es hier, die Pendler u.a. hinsichtlich Renten- und Krankenversicherung zu beraten. Fachleute stehen bei den regelmäßigen Sprechstunden für das persönliche Gespräch zur Verfügung.

In diesem Zusammenhang befürchtet Dr. Elisabeth Schwenzow, dass auf Dauer die entsprechenden Fördermitteil für diese Beratungen gekürzt oder sogar gestrichen werden. Man kämpfe daher weiterhin für die Fördermittel, da diese existenziell seien, verdeutlichte die Geschäftsführerin weiter. Die Beratung der Grenzpendler sei sehr speziell und würde nirgendwo so angeboten, führte sie weiter aus.

Ingrid Arndt-Brauer, die als Mitglied des Finanzausschusses in diesen Tagen nach Brüssel reist, um dort Gespräche darüber zu führen, welche  Auswirkungen die Entscheidungen des Europäischen Parlaments auf ihre Partnerländer hat, versprach Dr. Schwenzow, dort nochmal die Wichtigkeit der EUREGIO zu verdeutlichen.