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Bilanz für Mechatronik-Projekt fällt positiv aus

Über 250 Betriebe profitierten von grenzüberschreitender Förderung

GRONAU/ENSCHEDE, 17. September 2014 – Das grenzüberschreitende INTERREG IV A-Projekt ‚Mechatronik für KMU’ neigt sich dem Ende entgegen. In diesen Tagen werden die letzten Förderzusagen an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im deutsch-niederländischen Grenzgebiet verschickt. Über 250 Betriebe sind in den vergangenen fünf Jahren in den Genuss einer Förderung gekommen. Die EUREGIO als Leadpartner und ihre deutschen und niederländischen Projektpartner zogen heute beim abschließenden Treffen in Glanerbrug eine positive Bilanz.

Seit dem Start des Projektes im Jahr 2009 wurden 180 Intensivberatungen, 91 Machbarkeitsstudien und 106 Entwicklungsprojekte gefördert. Insgesamt erhielten dadurch 125 deutsche und 131 niederländische KMU finanzielle Hilfen für technische Innovationen im Schnittbereich von Mechanik, Elektronik und Informatik. Zudem haben hunderte Betriebe und Wissenseinrichtungen als Auftragnehmer im Dienste der geförderten Unternehmen mittelbar von der Förderung profitiert. Dadurch sind rund 14,7 Millionen Euro in die Wirtschaft im Grenzgebiet geflossen. Die Gesamtkosten des Projektes betragen knapp 18,4 Millionen Euro. „Diese Investition hat die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gestärkt und Beschäftigung in der Region gesichert,“ resümierte Projektleiterin Angelika van der Kooi bei dem Treffen in Glanerbrug.

„Für den Erfolg von ‚Mechatronik für KMU’ war die starke Fokussierung auf die Nachfrage und die Bedürfnisse der Betriebe entscheidend“, so Van der Kooi. Besonderes Lob verdienten dabei die Projektpartner und assoziierten Partner. „Die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern, Kammern, Universitäten, Fachhochschulen und Technologiezentren war hervorragend. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen.“ Die EUREGIO übernahm in dem Projekt die Rolle des Leadpartners. Ohne die Abstimmung seitens der EUREGIO zwischen den vielen Beteiligten und ohne die Übernahme der Verwaltungsaufgaben wäre ein solches Projekt nach Einschätzung vieler Experten nicht möglich gewesen.

Die unterstützten Produktinnovationen und Verbesserungen von Produktionsprozessen sind enorm vielseitig; sie reichen von der modular aufgebauten Schneidemaschine zum Tranchieren von Fischfilets bis hin zum elektronisch regelbaren Motorradstoßdämpfer. Mechatronik kam vor allem zum Einsatz, um Fertigungsprozesse zu automatisieren, den Bedienkomfort von Maschinen und Geräten zu verbessern, Produkte sicherer zu machen, und Energie und Rohstoffe einzusparen. Machbarkeitsstudien wurden mit bis zu 18.750 Euro pro Betrieb gefördert, Entwicklungsprojekte sogar mit bis zu 60.000 Euro. Eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der Förderung bestand darin, dass die Betriebe mit Unternehmen, Hochschulen oder Technologiezentren im Nachbarland zusammenarbeiten.

40 ausgewählte deutsch-niederländische Entwicklungsprojekte werden in der Buchdokumentation ‚Mechatronik für KMU – Förderung von Innovation im deutsch-niederländischen Grenzgebiet’ in Wort und Bild beschrieben. Das Buch wurde bei dem Treffen in Glanerbrug der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Website www.mechatronik-kmu.eu zu finden.

INTERREG-Förderung

Das Projekt ‚Mechatronik für KMU’ wurde im Rahmen des INTERREG IV A-Programms ‚Deutschland-Nederland’ von der Europäischen Union mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziell unterstützt. Für die nationale Kofinanzierung sorgten die Wirtschaftsministerien der Niederlande und der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie die niederländischen Provinzen Drenthe, Friesland, Gelderland, Groningen, Limburg und Overijssel.

Bildunterschrift:
Die Beteiligten des Projektes freuen sich über die guten Ergebnisse, die in der Buchdokumentation näher vorgestellt werden.